Beyond Meat: Der Shakeout

Beyond Meat Burger
Beyond Meat Burger

Beyond Meat (WKN: A2N7XQ) hat so seine Probleme und die aktuellen Quartalszahlen haben das wieder einmal sehr deutlich gezeigt. Wenn wir uns den Umsatz ansehen, so ist er im Jahresvergleich mit ca. 82 Mio. US-Dollar sogar rückläufig gewesen. Mit über 100 Mio. US-Dollar Nettoverlust übertreffen die roten Zahlen sogar den Umsatz. Das sollte eigentlich nicht die anvisierte Richtung sein.

Allerdings plant das Management einen Turnaround. Mit Entlassungen und der Prognose, dass man bis zum zweiten Halbjahr 2023 einen positiven Cashflow einfahren möchte soll das gelingen. Das Management lässt es sich jedoch nicht nehmen, von einem Shakeout innerhalb des Marktes zu sprechen. Sehen wir uns auch diese These an und überlegen, was sie für den Turnaround bedeuten mag.

Shakeout, Beyond Meat?

Der CEO von Beyond Meat, Ethan Brown, hat eine entsprechende Äußerung im Rahmen der Quartalszahlen getätigt. Sinngemäß sagte der mit dem Unternehmen tief verflochtene Funktionär:

Es scheint eine Bereinigung (Shakeout, im Original) im Gange zu sein, und wir erwarten, dass sich weitere Marken entweder zurückziehen oder konsolidieren werden. Mittelfristig wird dann ein weniger unübersichtliches Spielfeld entstehen.

Oder, wenn wir es übersetzen: Das Management von Beyond Meat rechnet damit, dass das Feld kleiner wird und sich starke Marken durchsetzen. Leider nehme ich davon mit, dass man auch einen größer werdenden Markt und Konkurrenz für die eigenen Probleme verantwortlich macht. Weitergedacht könnte das heißen, dass man selbst eben nicht mehr in der Lage ist, den eigenen Turnaround zu definieren.

Der Shakeout oder die Bereinigung kann für Beyond Meat eine Chance sein. CEO Ethan Brown scheint das auch so zu sehen. Kritiker dürften jedoch vorhalten, dass das US-Unternehmen aufpassen sollte, nicht selbst die Notwendigkeit, zu konsolidieren, sehen zu müssen. Der Wettbewerb ist größer geworden. Branchenschwergewichte wie Nestlé wollen ebenfalls ihren Anteil an dem Gesamtmarkt haben. Und die besitzen eben nicht nur einen Quartalsumsatz von etwas mehr als 80 Mio. US-Dollar.

Insofern bin ich nicht sicher, wie ich diese Aussagen des CEO von Beyond Meat werten sollte. Der Shakeout oder die Bereinigung mag möglich sein. Wen es trifft, das ist jedoch eine relevante Frage.

Reicht die Starke Marke?

Positiv können wir anführen, dass hinter Beyond Meat eine starke Marke steckt, wenn es um Alternativprodukte geht. Diese starke Marke kann eine Möglichkeit sein, dass das Management in einem hypothetisch wieder erstarkenden Markt und mit weniger Konkurrenz durchstartet. Das muss sich jedoch ebenfalls erst einmal bewahrheiten.

Generell sind die Aussagen des CEOs offenbar gut gemeint. Sie können aber zu einem Bumerang werden.

Der Artikel Beyond Meat: Der Shakeout ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von Beyond Meat. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Beyond Meat.

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