Was Bewerber wirklich über das Anschreiben denken


Wie eine Schulprüfung oder ein Besuch beim Zahnarzt, so empfinden Deutschlands Bewerber das klassische Anschreiben. Das klingt nicht gerade besonders angenehm. Doch Rettung ist nah, denn laut Experten des Jobportals „Meinestadt.de“ ist die klassische Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugniskopien im Zeitalter der Digitalisierung sowieso ein Auslaufmodell.

Eine aktuelle Umfrage des Portals zeigt, was Bewerber über das Anschreiben tatsächlich denken: Über die Hälfte der 1034 befragten Fachkräfte mit Berufsausbildung empfindet das Anschreiben als eine große Hürde. Insbesondere Unternehmen, die um besonders gefragte Fachkräfte werben, sollten solche Hürden senken, um mehr relevante Bewerbungen zu erhalten.

Mit 55 Prozent nimmt eine eindeutige Mehrheit der befragten Fachkräfte das Anschreiben als „eine große Hürde bei Bewerbungen“ wahr. Der am häufigsten genannte Grund dafür war, dass die Jobsuchenden nach eigenen Angaben nicht wissen, was sie schreiben sollen. Rund jeder Fünfte gibt an, das Anschreiben koste zu viel Zeit. 15 Prozent gaben mangelnde Routine beim Verfassen von Texten als Hürde an. Viele Fachkräfte mit Berufsausbildung sind es nicht gewohnt, längere Texte zu schreiben.


Diejenigen, die das Anschreiben nicht als Hürde empfinden, geben dafür diese Gründe an: Jeder Vierte greift auf eine Vorlage zurück, die nur minimal für die jeweilige Bewerbung angepasst wird. Weitere sechs Prozent berufen sich auf die gute Verfügbarkeit von Vorlagen im Internet und ein Prozent gibt sogar zu, dass ein Anschreiben kein Problem sei, weil sie es von jemand anderem erstellen lassen. „Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, welche Aussagekraft Anschreiben letztlich überhaupt für die Bewerberauswahl haben“, kommentiert Georg Konjovic, Geschäftsführer von meinestadt.de, die Ergebnisse.

Womit vergleichen Fachkräfte das Verfassen eines Anschreibens? Sie verbinden es am häufigsten mit einer „Schulprüfung“. Auf Platz zwei landet die Assoziation „Zeitverschwendung“. Auffällig viele Teilnehmer vergleichen das Erstellen eines Anschreibens sogar mit einem „Besuch beim Zahnarzt“.

Innerhalb der verschiedenen Branchen gibt es leichte Unterschiede, was die Akzeptanz des Anschreibens betrifft. Am unbeliebtesten ist es mit über 60 Prozent bei Fachkräften im Gastgewerbe und Tourismus, gefolgt von jeweils über 57 Prozent im Handwerk, in der Produktion, im Rechts- und Personalwesen. Bei Unternehmen aus diesen Branchen besteht besonders großer Handlungsbedarf, was die Optimierung von Prozessen angeht, damit potenzielle Mitarbeiter nicht schon im Vorfeld abspringen.

Doch nicht nur der Zeitfaktor und der Inhalt, sondern auch der technologische Wandel spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Effizienz des Anschreibens als notwendigen Bewerbungsbaustein grundlegend zu überdenken. Denn die mobile Jobsuche ist längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern für die meisten Recruiter und Jobsuchenden Alltag. Der Grund ist einleuchtend: Alle haben Smartphones, alle nutzen sie. Das gilt auch für die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, wie die Mobile Recruiting Studie 2017 von „Meinestadt.de“ belegt (Mehr dazu hier: „Bewerben wir uns bald nur noch per App?“).


Otto, Henkel & Co. zeigen wie es geht


Rund 91 Prozent der Befragten geben demnach an, in Onlinebörsen nach Jobs zu suchen, 76 Prozent nutzen dabei das Smartphone als Hauptendgerät. Laut eigenen Angaben hat knapp die Hälfte der Befragten schon mal eine Bewerbung abgebrochen, weil diese mit dem Smartphone zu umständlich oder nicht erst möglich war. Auch hier spielt das Anschreiben eine große Rolle, da die kleinen Bildschirme und Tastaturen das fehlerfreie Verfassen längerer Texte erschweren.


Darüber hinaus berücksichtigen Unternehmen immer noch nicht genug die notwendigen Unterschiede in den Bewerbungsprozessen zwischen akademischen und nicht akademischen Positionen. Für viele nicht akademische Stellen reichen im ersten Schritt bestimmte Informationen, um zu sehen, ob es für den Kandidaten einen Schritt weitergeht. Für Berufskraftfahrer ist beispielsweise entscheidend, ob sie einen Führerschein der entsprechenden Klasse besitzen, wie viel Arbeitserfahrung sie haben und in welchem Einsatzgebiet sie arbeiten möchten.

Ebenfalls sollten Personaler in Betracht ziehen, dass Akademiker wahrscheinlich grundsätzlich eine höhere Affinität zum Schreiben haben und dass das Smartphone in vielen Haushalten Computer, Textverarbeitungsprogramme und Drucker ersetzt hat.

Praxisbeispiele belegen, dass Kurzbewerbungen eine Lösung sein können, um mehr passende Bewerbungen zu erhalten. Große Unternehmen wie Telefónica, Eismann, Otto oder Henkel haben neue, zeitgemäße Strategien erfolgreich eingeführt. Bei der Daimlertochter Daimler TTS sind die sogenannten One-Click-Bewerbungen, beziehungsweise die 15 Sekunden Bewerbung, ausdrücklich erwünscht. Neue, verkürzte Bewerbungsformen bieten also ein enormes Potenzial für Unternehmen.

Bewerber-Zitate aus der Umfrage:

  • „Anschreiben zu verfassen ist für mich wie…”

  • „... die Katze im Sack verkaufen.“

  • „… wie eine Schulprüfung.“

  • „… wie Brennnesseln sammeln.“

  • „… wie ein Besuch beim Zahnarzt.“

  • „… Sauerbraten machen – würde gerne, kann’s aber nicht.“

  • „... ein Bericht per Luftballon. Man weiß nicht, ob es jemand lesen oder beantworten wird.“

  • „... ein Kaugummi, das sich ewig in die Länge zieht.“

  • „… die Steuererklärung.“

  • „... unnütze Zeitverschwendung, weil ich mein Potenzial nicht schriftlich rüberbringen kann.“

Gute Nachrichten in dieser Hinsicht gibt es auch von der Seite der Personalentscheider. Gerade wurden von dem Personaldienstleister Robert Half zu diesem Thema 500 Manager gefragt: „Gehört ein Anschreiben eigentlich noch zu einer vollständigen Bewerbung?“. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig.


Anschreiben verlieren für Personaler an Bedeutung


So berücksichtigt inzwischen mehr als die Hälfte der Personalentscheider (59 Prozent) auch Bewerbungen ohne Anschreiben. „Personalentscheider kritisieren Anschreiben vor allem für deren inhaltliche Qualität“, kommentiert Sladjan Petkovic, Managing Director bei Robert Half, die Ergebnisse aus der Arbeitsmarktstudie 2017. „Bietet ein Anschreiben beispielsweise keine relevanten Zusatzinformationen gegenüber dem Lebenslauf, fehlt der Mehrwert für Personaler. Hier müssen Bewerber nachbessern, wenn sie ihre Chancen durch ein Anschreiben erhöhen wollen.“


Von den Befragten, die Anschreiben für unwichtig halten, kritisiert rund die Hälfte deren mangelnde Aussagekraft. 39 Prozent glauben, Anschreiben seien sehr subjektiv und rund ein Viertel bemängelt sogar, die Angaben seien nicht verlässlich (23 Prozent) – womit der Inhalt hinfällig wäre. Mehr als jeder Siebte (15 Prozent) gibt sogar an, keine Zeit für das Lesen von Anschreiben zu haben.
 

Die Gründe, weshalb Personalentscheider ein Anschreiben für unwichtig halten:

Sind nicht besonders aussagekräftig

48 Prozent

Sind sehr subjektiv

39 Prozent

Enthalten keinerlei Zusatzinformationen gegenüber dem Lebenslauf

32 Prozent

Informationen im Anschreiben sind nicht verlässlich

23 Prozent

Ich habe keine Zeit, Anschreiben zu lesen

15 Prozent

Wir nutzen automatisierte Systeme, die kein Anschreiben voraussetzen

12 Prozent

Wir arbeiten mit Personaldienstleistern zusammen und verwenden keine Anschreiben

5 Prozent

Das Social-Media-Profil ist ausreichend

4 Prozent

Quelle: Robert Half, Arbeitsmarktstudie 2017, Befragte: 244 Manager in Deutschland

„Bei Robert Half berücksichtigen wir sowohl Bewerbungen mit als auch ohne Anschreiben“, sagt Petkovic. „Wer auf ein Anschreiben verzichtet, zum Beispiel weil ihm das Verfassen Schwierigkeiten bereitet, bekommt eine ebenso gute Chance. Der Lebenslauf genügt uns, um die fachliche Eignung eines Bewerbers zu prüfen.“ Einen Eindruck von der Persönlichkeit und dem Potenzial – beides genauso wichtig wie die Fachkompetenz – verschaffe man sich dann im Vorstellungsgespräch.

„Das mag auf den ersten Blick als zu aufwändig erscheinen und die ohnehin schon langwierige Personalsuche unnötig zu verlängern“, sagt Petkovic. „Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Ein persönliches Bewerbungsgespräch ist deutlich effizienter – sowohl im Hinblick auf eine schnelle Besetzung der Stelle als auch auf die Auswahl des idealen Bewerbers. Dem Fachkräftemangel und Produktivitätsverlusten können Unternehmen so ebenfalls besser entgegenwirken.“


Worauf es beim Anschreiben wirklich ankommt


Trotz abnehmender Relevanz: Ein präzise formuliertes und mit Referenzen unterfüttertes Anschreiben verbessert bei vielen Personalern noch immer die Wahrscheinlichkeit auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Befürworter nennen verschiedene Gründe, warum sie Anschreiben immer noch wichtig finden: Die Hälfte (49 Prozent) meint, daran die Qualität eines Bewerbers einschätzen zu können. 41 Prozent glauben, Anschreiben vermitteln ein umfassenderes Bild der Bewerber und ein Drittel schätzt an ihnen, dass sie vertiefende Details zur Berufserfahrung enthalten.


„Grundsätzlich gilt: Ein Anschreiben sollte den Lebenslauf ergänzen,“ sagt Sladjan Petkovic, „und einen vertiefenden Einblick in die Berufserfahrung geben.“ Folgende Tipps helfen dabei, die eigenen Fähigkeiten optimal in Szene zu setzen:

  1. Zählen Sie ihre beruflichen Stationen nicht einfach auf – das haben Sie bereits im Lebenslauf gemacht. Stattdessen sollten Sie auf das Anforderungsprofil des Jobs eingehen und aufzeigen, warum Sie geeignet sind. Nennen Sie konkrete Kompetenzen, die Sie in Ihrer bisherigen Karriere erworben haben und die Ihnen dabei helfen, anstehende Aufgaben zu meistern.
  2. Lassen Sie Ihre Leistungen von früheren Vorgesetzten oder auch ehemaligen Kollegen (die optimalerweise inzwischen selbst Führungskräfte sind) bestätigen, anstatt nur Arbeitszeugnisse zu verwenden. Diese Referenzen untermauern die Glaubwürdigkeit Ihrer Angaben und wirken dadurch auch der häufig geäußerten Kritik entgegen, Anschreiben seien zu subjektiv.
  3. Personaler haben wenig Zeit. Schreiben Sie daher auf keinen Fall mehr als eine Seite und nutzen Sie einen individuellen Einstieg, um das Interesse zu wecken. Am besten telefonieren Sie vorab mit dem zuständigen Personalmanager und erkundigen sich genauer nach den Job-Anforderungen. Das zeigt Engagement und kann als Aufhänger im Anschreiben genutzt werden.



KONTEXT

Tipps für den Jobwechsel

Aktiv werden, statt frustriert sein

Lassen Sie sich nicht frustrieren. Im Gegensatz zu manch Anderen haben Sie das Glück, noch einen festen Job zu haben. Werden Sie aktiv, nutzen Sie die Zeit lieber, die Fühler nach Alternativen auszustrecken und Businesskontakte aufzubauen.

Den Jobwechsel gut abwägen

Bevor Sie das Handtuch werfen und den Jobwechsel ansteuern, hinterfragen Sie bitte alle Pro- und Contra-Punkte dieser Entscheidung. Haben Sie schon einen neuen Job in Aussicht bzw. wirklich sicher? Wunderbar! Zeichnet sich da noch so ganz und gar keine Alternative ab, harren Sie lieber noch ein wenig aus und nutzen Sie die Zeit dazu, aus gesicherter Position heraus auf Jobsuche zu gehen.

Seien Sie Stratege

Auch wenn Sie innerlich bereits gekündigt haben, lassen Sie sich bitte nicht dazu verleiten, im Team schlechte Stimmung zu verbreiten, den Chef durch den Kakao zu ziehen, nur noch das Notwendigste zu tun oder sich wie auch immer geartet zum Unternehmensfeind Nr. 1 zu machen.

Bewerben Sie sich aus sicherer Position heraus

Bewerben aus gesicherter Position heraus macht nicht nur aus finanzieller Sicht wesentlich entspannter, sondern bringt auch bessere Jobaussichten. Jeder Arbeitssuchende wird Ihnen bestätigen, dass es wesentlich schwerer ist, einen neuen Job zu finden, wenn man bereits ohne Anstellung ist. Gehen Sie deshalb nicht erst auf Jobsuche, wenn Sie bereits gekündigt haben, sondern fangen Sie damit bereits an, wenn Ihnen die ersten Kündigungsgedanken kommen.

Nutzen Sie Ihren Feierabend und das Wochenende - nicht die Arbeitszeit - gezielt dazu, sonst stehen Sie am Ende doch schneller auf der Straße, als gewünscht. Gleiches gilt natürlich, wenn Sie sich selbständig machen möchten. Starten Sie damit aus gesicherter Position heraus und wagen Sie den Absprung erst, wenn ein gewisses finanzielles Polster und andere Sicherheiten vorhanden sind.

Steigern Sie Ihren Marktwert

Hat man sich erst einmal dazu entschlossen, den Job zu wechseln, neigt man dazu, träge zu werden und den Joballtag damit zu verbringen, die Zeit totzuschlagen. Seien Sie klüger. Bilden Sie sich aktiv weiter und vertiefen Sie Ihr Wissen. Das erweitert nicht nur Ihre Fachkenntnisse, sondern erhöht zudem Ihren Marktwert. Natürlich gilt auch hier: Bitte nicht während der Arbeitszeit!

Knüpfen Sie ein Netzwerk von guten Kontakten

Nutzen Sie die Zeit im gesicherten Job dazu, aus Ihrer jetzigen Position heraus Kontakte zu knüpfen. An viele offene Stellen kommt man heutzutage über Vitamin B, also gute Beziehungen. Wer da die richtigen Leute kennt und durchschimmern lässt, dass er sich gerade beruflich neuorientiert, kann schneller zu einem neuen Job kommen, als geplant.

Zeigen Sie Präsenz

Nehmen Sie an fachrelevanten Veranstaltungen, regionalen und überregionalen Netzwerktreffen, Karriere- und Existenzgründermessen etc. teil oder tummeln Sie sich in Online Netzwerken wie z.B. Xing. Dabei sind auch private Aktivitäten förderlich. Wer weiß, vielleicht hat der eine oder andere Bekannte ja einen guten Tipp für eine offene Stelle. Wenn Sie eine eigene Firma gründen möchten, bauen Sie schon jetzt Kontakte zu potenziellen Kunden auf.

Luft anhalten und durch

Auch wenn es manchmal schwer fällt - reißen Sie sich am Riemen, atmen Sie beim nächsten Zoff mit den Kollegen lieber einmal mehr durch, anstatt laut zu werden und stehen Sie innerlich lächelnd über den Dingen. Schließlich haben Sie doch noch Größeres vor!

Quelle: www.careerbuilder.de

www.careerbuilder.de

KONTEXT

Arbeitszeugnis: Kennen Sie die Bedeutung folgender Floskeln?

Für die Belange der Belegschaft hat er stets Einfühlungsvermögen bewiesen.

Der Mitarbeiter suchte sexuelle Kontakte im Kollegenkreis.

Sie zeigte Verständnis für ihre Arbeit.

Mangelhafte Leistungsbeurteilung

Er hat mit seiner geselligen Art zur Verbesserung des Betriebsklimas beigetragen.

Der Mitarbeiter hat ein Alkoholproblem.

Sie hat sich im Rahmen ihrer Fähigkeiten eingesetzt.

Mangelhafte Leistung

Er ist tüchtig und weiß sich zu verkaufen.

Unangenehmer Mitarbeiter, Wichtigtuer

Er hat seine Aufgaben ordnungsgemäß erledigt.

Bürokrat, ohne Initiative

Sie erledigte ihre Aufgaben mit großem Fleiß und Interesse.

Mangelhafte Leistung

Wegen seiner Pünktlichkeit war er stets ein Vorbild.

In jeder Hinsicht eine Niete.

Sie war sehr tüchtig und in der Lage, ihre eigene Meinung zu vertreten.

Laut Urteil LAG Hamm (Az 4Sa 630/98) unzulässig, da doppelbödig.

Ihm wurde die Gelegenheit zu Fortbildungsmaßnahmen geboten.

Mitarbeiter hat die Fortbildungsmaßnahmen nicht genutzt.

Quelle: Wirtschaftswoche

KONTEXT

14 Tipps für einen erfolgreichen Start

Hintergrundwissen aneignen

Vorab sollten möglichst viele Informationen über die neue Firma eingeholt werden, zum Beispiel per Internetrecherche. Wer in ein inhabergeführtes Unternehmen kommt, sollte vor seinem ersten Arbeitstag schon einmal ein Bild des Inhabers gesehen haben - sonst könnte es peinlich werden, wenn man ihn am Kaffeeautomaten nach seinem Namen fragt.

Beobachten

Unsicherheit darüber, wie man sich den anderen gegenüber verhalten soll, ist am Anfang ganz normal. Welche Umgangsformen herrschen in der neuen Firma? Welche internen Regeln gibt es? Schon im Vorstellungsgespräch und später dann vor Ort ist es hilfreich, die anderen genau zu beobachten und sich an dem Verhalten der anderen zu orientieren.

Vorstellungsrunde vorbereiten

Egal, ob der Chef Sie durch die Abteilungen führt oder Sie sich vor dem Team selbst vorstellen: Überlegen Sie sich eine kurze Einleitung, das alle wichtigen Informationen zu Ihrer Person, Ihrer bisherigen Laufbahn und Ihrem neuen Aufgabenbereich enthält. Ein Kuchen ist nie verkehrt - und vergessen Sie auf keinen Fall, auch den Chef dazu einzuladen.

Die richtige Kleidung

Informieren Sie sich noch vor dem ersten Arbeitstag, welche Kleidung in der Branche üblich ist. Der Faktor Kleidung ist enorm wichtig, denn das richtige Outfit drückt Zugehörigkeit aus.

Zu Fehlern stehen

Natürlich sollte man den gleichen Fehler nicht dreimal hintereinander machen, doch sind Fehler gerade am Anfang alles andere als ungewöhnlich. Versuchen Sie nie, einen Fehler zu verheimlichen sondern fragen Sie stattdessen nach, wie Sie ihn beim nächsten Mal vermeiden können.

Schlüsselpersonen identifizieren

Die ersten Wochen dienen auch dazu, die Personen zu identifizieren, die für einen selbst am wichtigsten sind. Das können neben dem direkten Vorgesetzten auch andere Mitarbeiter und Kollegen sein.

Nicht sofort nach Urlaub fragen

Es gibt einige Dinge, die in den ersten Tagen tabu sind: Dazu gehört unter anderem die Frage nach dem nächsten Urlaub. Ebenso sollten Sie es vermeiden, unpünktlich zur Arbeit oder zu Terminen zu erscheinen oder sich zu früh in den Feierabend zu verabschieden.

Die Ressourcen kennen

Erkundigen Sie sich zu Beginn, auf wen Sie zugreifen können und wer wann informiert werden muss.

Den richtigen Zeitpunkt abwarten

Am Anfang ergeben sich sicherlich viele Fragen. Doch stören Sie Kollegen oder Vorgesetzte nicht während eines Telefongesprächs oder wenn er oder sie offensichtlich in Eile ist, sondern warten Sie einen passenden Moment ab.

Arbeitsstile

Tauschen Sie sich mit Kollegen über bevorzugte Arbeitsstile aus. Möchte jemand zum Beispiel lieber persönlich, per Telefon oder per E-Mail informiert werden?

Zwischenmenschliche Kontakte forcieren

Warten Sie nicht darauf, dass die Kollegen Sie zur Kaffeepause abholen, sondern gehen Sie selbst auf die anderen zu. Haben Sie eine Frage an den Chef, gehen Sie kurz vor dem Mittagessen zu ihm und anschließend gemeinsam in die Kantine.

Genau zuhören

Geben Sie sich stets Mühe, genau zuzuhören, was das Gegenüber mag. Merken Sie sich dieses Detail und greifen Sie es an gegebener Stelle wieder auf - das zeigt nicht nur, dass Sie aufmerksam zuhören, sondern drückt auch Wertschätzung aus.

Nicht über den alten Job lästern

Bei Nachfragen nach dem alten Job sollten Sie stets sachlich bleiben. Über die alten Kollegen oder den Chef herziehen, ist tabu.

Mit Kritik zurückhalten

Halten Sie sich zunächst an die Vorgaben, die man Ihnen macht, auch wenn diese Ihnen in manchen Fällen weniger sinnvoll erscheinen sollten. Wenn Sie sich eingearbeitet und das Unternehmen in Ruhe kennen gelernt haben, können Sie immer noch Verbesserungsvorschläge machen.

KONTEXT

Tipps für den ersten Satz im Bewerbungsanschreiben

Zuverlässigkeit

Sehr geehrter Herr XX,Sie suchen zur Verstärkung Ihres Teams einen kooperativen, zuverlässigen und aufgeschlossenen Mitarbeiter? Dann sind Sie jetzt fündig geworden!

(Quelle der Beispiele: Kienbaum)

Gute Eigenschaften

Sehr geehrte Frau XX,mit Engagement, Kommunikationsstärke und unternehmerischem Denken möchte ich zum nächstmöglichen Zeitpunkt für die weltweit führende Personal- und Managementberatung Kienbaum am Standort Düsseldorf arbeiten und Beratungsprojekte mit Branchen- und Beratungskompetenz verantworten.

Leidenschaft

Sehr geehrte Frau XX,suchen Sie eine Person, die mit Leidenschaft und Tatendrang erfolgreich als auch selbständig Projekte steuert, abwickelt und dabei mit anspruchsvollen Kunden auf Augenhöhe kommunizieren kann? Gerne möchte ich diese Person sein und mein ganzes Wissen und Engagement in Ihrem Unternehmen einbringen.

Gemeinsamer Fokus

Sehr geehrte Frau XX,mit großem Interesse habe ich festgestellt, dass Sie Verstärkung im Bereich Business Technology benötigen. Somit teilen wir nicht nur diesen Fokus, sondern auch die große Leidenschaft den Kunden bei der digitalen Transformation kompetent zu beraten und zu unterstützen.

Herausforderungen meistern

Sehr geehrte Frau XX,Herausforderungen bei Projekten verschiedenster Branchen zu meistern, Probleme erkennen und eine optimale Lösung zu finden - diese Aspekte reizen mich besonders an dem Beruf des Unternehmensberaters.

Lösungen umsetzen

Sehr geehrte Frau XX,individuelle Bedürfnisse erkennen und gemeinsam maßgeschneiderte Strategien und Lösungen umsetzen - so stelle ich mir meinen Berufseinstieg als Junior-Berater vor.

Worthülsen vermeiden

Sehr geehrter Herr XX,Sie suchen einen entscheidungsfreudigen und versierten Mitarbeiter, der Worthülsen vermeidet und mit Inhalten überzeugt? Das bin ich!

(eigenes Beispiel)

Oder ganz mutig

Sehr geehrter Herr XX,von mir zu Hause bis zu Ihnen sind es zu Fuß genau 15 Minuten. Das bedeutet: Während meine Kollegen noch im Stau stehen, könnte ich morgens schon der erste Mitarbeiter in der Firma sein.

(eigenes Beispiel)