Bewährungsstrafe für 54-Jährigen - Mini-Kameras installiert: Truderinger Spanner verurteilt

John Schneider

Ein 54-Jähriger installiert Mini-Kameras an Fenstern. Vom Richter bekommt er dafür eine Bewährungsstrafe.

München - Für Petra T. (alle Namen geändert) war es ein Albtraum. Die Truderinger Hausfrau hat durch die Entdeckung zweier Kameras an ihren Badezimmerfenstern einen "Knacks" bekommen, berichtet die 57-Jährige am Montag als Zeugin vor Gericht. Die Polizei hatte ihr später außerdem Fotos präsentiert, die sie in ihrem Schlafzimmer zeigen. Immer wieder habe sie zu der Stelle im Garten gestarrt, von der aus der Spanner fotografiert haben muss. Die Fenster seien seitdem verrammelt. Auf den Blick in die Berge verzichtet sie lieber. Es könnte ja wieder jemand Bilder machen.

So wie Hans R. (54), der sich durch die Schlafzimmerfotos und die Installation von Mini-Kameras an Badezimmerfenstern der persönlichen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen schuldig gemacht hat. Immerhin: Der Angeklagte scheint betroffen, als Petra T. von ihren schlimmen Erfahrungen und den Konsequenzen für ihren Alltag erzählt. "Ich bin erschüttert", sagt er nach ihrer Aussage.
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