Betrug: In Berlin wird immer mehr Falschgeld entdeckt

Man muss schon ganz genau hinschauen, um gefälschte Banknoten zu erkennen

In Berlin ist im ersten Halbjahr mehr Falschgeld entdeckt worden als im Vorjahreszeitraum. Die Polizei habe 264.000 Euro an gefälschten Noten und Münzen im Zahlungsverkehr festgestellt, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Summe liegt damit um mehr als 100.000 Euro über der des ersten Halbjahres 2016. Billige Fälschungen mit handelsüblichen Druckern - im Ermittler-Jargon "Blüten" -, die nicht für den Zahlungsverkehr bestimmt sind, sind hierbei nicht berücksichtigt.

Die Entwicklung lässt sich der Polizei zufolge dadurch erklären, dass Fälscher zunehmend 50- und 500-Euro-Scheine bevorzugten. Vor einigen Jahren konzentrierten sie sich demnach noch auf kleinere Noten. Die Gesamtsumme an Falschgeld in Berlin ist seit 2013 stetig gestiegen: Wurden damals rund 270.000 falsche Euro gezählt, waren es 2016 schon 653.000 - dabei handelt es sich sowohl um schon ausgegebene als auch um im Vorfeld beschlagnahmte Noten.

Billige Fälschungen können überall hergestellt werden

Der alte 50-Euro-Schein, der seit April durch die zweite Generation ersetzt wird, macht mittlerweile mehr als 60 Prozent des erfassten Falschgeldes aus, wie die Polizeisprecherin berichtete. Ob die neuen Banknoten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen ihre gewünschte Wirkung erzielen, lasse sich bisher nicht feststellen.

Die Zahl der Tatverdächtigen hat nach Polizeiangaben zwischen 2013 und 2016 um gut zwei Drittel zugenommen. Im vergangenen Jahr wurden 127 Personen verdächtigt, Falschgeld in Um...

Lesen Sie hier weiter!