"Betreutes Gewinnen": "WWM"-Kandidatin bringt Jauch um den Verstand

Schuldzuweisungen an den Moderator, penetrantes Bitten um Unterstützung, Nonstop-Redseligkeit und Spaziergänge durchs Studio. Diese quirlige "Wer wird Millionär?"-Kandidatin wird Günther Jauch so schnell nicht vergessen...

Christine Kurzmann aus Essen ist eine Kandidatin, die Günther Jauch wohl in Erinnerung bleiben wird ... (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Christine Kurzmann aus Essen ist eine Kandidatin, die Günther Jauch wohl in Erinnerung bleiben wird... (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Wie nervös sie war, merkte man Christine Kurzmann sofort an. Günther Jauch bot der "Wer wird Millionär?"-Kandidatin sogar Hochprozentiges für die Nerven an, was die Sozial-Pädagogin aus Essen aber ablehnte mit den Worten: "Nein, dann wird es noch schlimmer." Bereits da war es immerhin so schlimm, dass sie eine Denkpause brauchte, um dem Moderator die Frage zu beantworten, mit wem sie angereist war: Unterstützend im Hintergrund saß ihre beste Freundin. "Ich bin froh, dass Sie wissen, wer ich bin, denn ich weiß es nicht mehr", gestand die nervöse Single-Frau.

200 Euro wert: "Ist der Winzer auf eine Sehhilfe angewiesen, trägt er wahrscheinlich auch bei der ...?" Die Kandidatin wusste: "Lese Brille". Sie selbst hatte ihre Brille vergessen, verzichtete aber nach einem kurzen "Sehtest" auf das Angebot des Moderators, sich seine zu borgen. "Sie dürfen sich nicht verlesen, sonst ist das Ihre Schuld", fand sie. Jauch in gespielter Entrüstung: "Ich mich verlesen? In 23 Jahren habe ich mich noch nie verlesen!"

"Wer wird Millionär?": Schuldzuweisungen und Fehlinterpretationen

Mit Laberflashs und Spaziergängen durchs Studio versuchte sie, ihre Nervosität zu bekämpfen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Mit Laberflashs und Spaziergängen durchs Studio versuchte sie, ihre Nervosität zu bekämpfen. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Die 500-Euro-Frage: "Sich über ein bestimmtes Thema unterhalten - oder auch: etwas ...?" bekaspern, verseppeln, vergreteln, zerhexen? "Nie gehört", gab die Kandidatin zu und versuchte, Jauch auszuhorchen auf der Suche nach einem Hinweis: "Sie sagen das täglich zu Ihrer Frau: Sollen wir das mal zerhexen?"

Jauchs zögerliche Reaktion missdeutete sie als Zustimmung. Als der Moderator sie warnen wollte, insistierte Christine Kurzmann: "Ne, ne, ne! Ich habe Sie gefragt, ob Sie das zu Ihrer Frau sagen, da haben Sie ja gesagt!" Geduldig brachte Jauch sie von ihrem Irrglauben ab. Der Publikumsjoker musste her. 93 Prozent votierten für A. Wieder machte die Kandidatin Druck: "Herr Jauch! Das ist jetzt aber wirklich Ihre Schuld! Wenn ich jetzt A nehme und A ist falsch!" Doch die Lösung war richtig.

Bei der 2.000-Euro-Frage versuchte Christine Kurzmann erneut, den Moderator auszuhorchen. Nach einer vagen Andeutung von Jauch stellte sie die gewagte These auf: "Herr Jauch rät mir, C zu nehmen." Der widersprach und erinnerte daran, dass die Sendung nicht "Betreutes Gewinnen" hieße. Als die Kandidatin erwiderte, er könne seine Sendung nennen wie er wolle, meinte Jauch in neuerlich gespielter Empörung: "Wie reden Sie eigentlich mit mir?!"

Der permanente Schlagabtausch der beiden amüsierte das Publikum prächtig. "Wie geht es Ihnen damit, wenn ich C nehme in Ihrer Sendung?", fragte die Kandidatin. Jauch zerknirscht: "Im Moment geht es mir nicht so gut in meiner Sendung." Er resümierte: "Sie hat gesagt, sie nimmt C." Über die Reaktion von Christine Kurzmann lachte das Studio-Publikum: "Wir haben gesagt, wir nehmen C." Die Antwort war richtig, und Kurzmann bedankte sich bei Jauch: "Das war total lieb von Ihnen."

Sich selbst beruhigte sie so zwar, doch machte sie mit ihrer zappligen Art den Moderator nervös. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)
Sich selbst beruhigte sie so zwar, doch machte sie mit ihrer zappligen Art den Moderator nervös. (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Kuriose Extrawurst, Jauch hält "es nicht mehr lange durch"

Nun wünschte sich Christine Kurzmann, dass die vier Antwortmöglichkeiten erst ein paar Sekunden später eingeblendet werden sollten, damit sie sich unvoreingenommen mit der Frage beschäftigen könne. Jauch staunte über den kuriosen Extrawunsch. "Trüge die richtige Beantwortung der 16.000-Euro-Frage zu Ihrer Beruhigung bei, auch verbal?", erkundigte sich der Moderator. Die Dame: "Ne, das ist der Normalzustand." Darauf Jauch: "Ich fürchte auch. Wenn ich mit Ihnen verheiratet wäre, ich würde alles zerhexen."

Bei der 32.000-Euro-Frage schlug Christine Kurzmann deutlicher als zuvor eine Verbrüderung vor: "Wir beide..." Jauch ergänzte: "Gegen den Rest der Welt, jetzt habe ich es verstanden." Während ihre Redseligkeit und Spaziergänge durchs Studio die Kandidatin beruhigten, löste ihre quirlige Art beim Moderator das Gegenteil aus. "Wir sind hoffentlich schnell wieder da, ich halte das nicht mehr lange durch", meinte Jauch vor einer Werbepause.

Günther Jauch atmet auf: "Diese Ruhe! Herrlich!"

Der Moderator selbst sagte nach dem Auftritt der redseligen Dame:
Der Moderator selbst sagte nach dem Auftritt der redseligen Dame: "Endlich Ruhe! Herrlich!" (Bild: RTL / Stefan Gregorowius)

Die 64.000-Euro-Frage: "Welche Stadt mit rund 25.000 Einwohnern ist Firmensitz gleich zweier DAX-Unternehmen?" Sindelfingen, Meißen, Grünheide, Herzogenaurach? Die Kandidatin gab auf, hätte aber eigentlich korrekt D gesagt. Die Schuld gab sie einmal mehr dem Moderator: "Weil Sie immer gesagt haben, D ist schlecht für mich, habe ich es nicht genommen!" Während das Publikum über den Spruch lachen konnte, revanchierte Jauch sich nach dem Abgang von Christine Kurzmann: "Diese Ruhe! Herrlich!"

Den nachfolgenden Kandidaten Benjamin Gambach bat der Moderator, idealerweise nur mit den Buchstaben A, B, C und D zu kommunizieren. Natürlich scherzhaft gemeint. Der Werbetexter aus Pohlheim bei Gießen wird kommenden Montag bei der 125.000-Euro-Marke starten. Die Überhangkandidatin Luisa Flath aus Dieburg in Hessen kapitulierte bei der 32.000-Euro-Frage und ging, wie sie gekommen war: mit 16.000 Euro.

Im Video: "Gibt es nicht! Irre!" Ex-9live-Moderator räumt bei Jauch ab!

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.