Betrüger geben sich als Firmenchefs aus und erbeuten zehn Millionen Euro

Die Google-Mutter Alphabet hat einen neuen Ableger: Das Unternehmen Chronicle soll Geld mit dem Kampf gegen Cyberkriminalität verdienen, wie der Chef der Alphabet-Entwicklungsabteilung X ankündigte

Zwei Kriminelle haben deutsche Firmen um zehn Millionen Euro betrogen, indem sie sich als deren Chefs ausgaben. Die Verdächtigen seien nach bundesländerübergreifenden aufwändigen Ermittlungen im Ausland gefasst worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaften am Montag in Stuttgart sowie Düsseldorf mit. In E-Mails an die Buchhaltung gaben sie sich als die Geschäftsführer aus und forderte Überweisungen an.

In Fachkreisen wird diese Form des Online-Betrugs auch als CEO-Betrug bezeichnet. CEO (Chief Executive Officer) ist die englische Bezeichnung für Unternehmenschefs. Nach Angaben der Ermittler wurden die beiden nicht näher identifizierten Männer bereits im vergangenen Mai festgenommen. Sie hatten drei Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sowie vier weitere Firmen in Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg massiv geschädigt.

Sie forderten die sofortige Überweisung größerer Geldbeträge für ein angebliches geheimes Investitionsprojekt im Ausland, einer der Verdächtigen gab danach als vermeintlicher Anwalt telefonisch weitere Anweisungen. An den Ermittlungen beteiligt waren die Landeskriminalämter von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg sowie die Staatsanwaltschaften Köln und Stuttgart. Auch das Bundeskriminalamt (BKA) wirkte mit.