Betonmischer überrollt Radfahrerin in Berlin - Frau lebensgefährlich verletzt

Nach einem Verkehrsunfall mit anschließender Messerattacke in Berlin sind sowohl die von einem Betonmischer überrollte Radfahrerin als auch der Fahrer des Wagens ins Krankenhaus gekommen. Die Frau sei lebensgefährlich verletzt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Der 64-jährige Fahrer des Betonmischers wurde demnach nach eigenen Angaben kurz nach dem Unfall von einem Unbekannten mit einem Messer angegriffen.

Der Mann kam mit Stichverletzungen in die Klinik. Die Polizei ermittelt wegen des Unfalls auf der Bundesallee im Westteil der Hauptstadt und der mutmaßlichen Messerattacke.

Ersten Erkenntnissen zufolge sollen die Radfahrerin und der 64-jährige Fahrer des Betonmischers am Montagmorgen in Richtung Zoologischer Garten unterwegs gewesen sein. Dabei erfasste der Betonmischer die Frau, die auf die Fahrbahn stürzte und überrollt wurde. Während sich Rettungskräfte um die Frau kümmerten, hat ein Unbekannter den Fahrer des Betonmischer den Angaben nach mit einem Messer angriffen. Der Angreifer ist daraufhin laut Polizei vom Unfallort geflohen.

Nach Medienberichten kam ein Spezialfahrzeug der Feuerwehr verspätet zum Unfallort, weil es wegen Blockaden von Klimaaktivisten lange im Stau gestanden hatte. Polizei und Feuerwehr konnten dazu zunächst keine Angaben machen.

Die Aktivisten der Gruppe Letzte Generation teilten mit, dass einige von ihnen auf der Stadtautobahn protestiert und den Verkehr unterbrochen hätten. Die Gruppe könne nicht ausschließen, dass die Verspätung des Fahrzeugs "auf einen durch uns verursachten Stau zurückzuführen ist". Sie hoffe inständig, dass sich der Gesundheitszustand der Radfahrerin "durch die Verspätung nicht verschlimmert hat".

Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) äußerte sich auf eine Frage zu dem Vorfall. Er kenne zwar den konkreten Sachverhalt nicht, sagte er in Berlin. Es wäre aber "sehr bedauerlich und sehr bedrückend", wenn der Protest Einsatzfahrzeuge behindert hätte. Entscheidungen für politische Kundgebungen und Meinungsbildung dürften "nicht zur Gefährdung anderer" beitragen, mahnte Scholz.

tbh/mt