Besuch am Mahnmal: Israels neuer Botschafter Issacharoff setzt ein Zeichen

Der neue israelische Botschafter, Jeremy Issacharoff, nimmt an einer Gedenkzeremonie am Gleis 17 im Grunewald teil. Von dort aus wurden die Berliner Juden in der Nazizeit deportiert

Es ist seine erste Amtshandlung. Gleich nach seiner Ernennung zum neuen Botschafter des Staates Israel in Deutschland hat Jeremy Issacharoff am Dienstagnachmittag zu einer Gedenkzeremonie am Gleis 17 am S-Bahnhof Grunewald eingeladen. In Beisein von Vertretern der Jüdischen Gemeinde, Überlebenden und Politikern legt er einen Kranz am Mahnmal nieder und entzündet eine Kerze. Zwischen Oktober 1941 und März 1945 war der Bahnhof Grunewald eine der zentralen Stätten für die Deportation der Berliner Juden in die Gettos im Osten, nach Theresienstadt und Auschwitz.

"Ich spüre die Last der Geschichte auf meinen Schultern, heute, da ich mein Amt als Botschafter des Staates Israel in einem Deutschland antrete, das so anders ist als jenes der Vergangenheit", sagt Jeremy Issacharoff. Die Erinnerung an die Schoah werde das israelische und das deutsche Volk für immer aneinanderbinden, doch das Leid der Vergangenheit dürfe die Zukunft nicht bestimmen. "Wir tragen die Verantwortung dafür, sowohl an die schicksalhafte Vergangenheit zu erinnern als auch gemeinsam für ein dynamisches und besseres Schicksal für unsere Kinder zu arbeiten", so der Botschafter weiter. Israel und Deutschland teilten heute eine stabile und lebendige Freundschaft. Während seiner Zeit als Botschafter wolle er die strategischen Beziehungen beider Länder noch vertiefen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte den neuen Botschafter zuvor im Schloss Bellevue offiziell in sein Amt eingeführt und ihm seine Akkreditierung ...

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