Bestechung: Katar weist Vorwürfe zurück

Die WM 2022 in Katar soll mit drei Stimmen gekauft worden sein

Das Organisationskomitee der WM 2022 in Katar bekräftigt nach den Anschuldigungen im FIFA-Prozess erneut, bei der Vergabe im Jahr 2010 keine Stimmen gekauft zu haben. "Wir kommentieren die Vorwürfe nicht", sagte Hassan Al Thawadi, Generalsekretär des WM-OK in Doha: "Wir machen uns keine Sorgen, weil wir von der Integrität unserer Bewerbung überzeugt sind."

Burzaco beschuldigt drei Funktionäre

Der frühere argentinische Rechtehändler Alejandro Burzaco hatte im Zeugenstand des Prozesses in den USA unter Eid ausgesagt, dass sich drei frühere südamerikanische Funktionäre des Weltverbandes FIFA haben bestechen lassen. Darunter auch die "graue Eminenz" des Kontinentalverbandes CONMEBOL, der 2014 verstorbene Julio Grondona aus Argentinien.

"Es gibt in dem Transkript der Zeugenaussage einen sehr wichtigen Punkt", sagte Al Thawadi: "Es gibt für die Anschuldigungen keine Beweise." Dass die Katar-Bewerbung vollkommen rechtmäßig abgelaufen sei, habe zudem schon der "Garcia-Report" bewiesen. Mit diesem hatten die Ermittler der FIFA-Ethikkommission die Vergabe untersucht.

Katar gibt sich belassen

"Wir machen uns überhaupt keine Sorgen, dass die WM-Ausrichtung in Zweifel gezogen werden könnte", sagte Al Thawadi und betonte: "Der Prozess hat nichts mit unserer WM zu tun. Wir sind nicht Teil der Untersuchung, gegen uns wird nicht ermittelt."

Dennoch stellte der OK-Chef klar, "alle rechtlichen Schritte" einzuleiten, sollten trotz fehlender Legitimation Versuche unternommen werden, Katar die WM wieder zu entziehen. "Wenn sie als unschuldige Person für schuldig befunden würden - würden Sie nicht auch alles tun, um ihre Unschuld zu beweisen?"