Warum der beste Basketballer aller Zeiten auch der beste Entertainer ist

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Seinem Lachen kann man sich bis heute nicht entziehen: Earvin "Magic" Johnson machte Basketball zur Show. (Bild: Apple TV+)
Seinem Lachen kann man sich bis heute nicht entziehen: Earvin "Magic" Johnson machte Basketball zur Show. (Bild: Apple TV+)

Basketballikone Earvin "Magic" Johnson gewährt in der vierstündigen Doku-Serie "They Call Me Magic" bei Apple TV+ aufschlussreiche Einblicke in sein Leben - verrät aber längst nicht alle Geheimnisse.

Er war nicht nur einer der besten Basketballprofis seiner Zeit, sondern auch ein begnadeter Entertainer: Earvin Johnson hat in den 1980er-Jahren wie kaum jemand aus Sport Unterhaltung gemacht und sich seinen Spitznamen "Magic" redlich verdient. Er schenkte den Zuschauern magische Momente, die Zuschauer dankten es ihm mit frenetischer Bewunderung: "Magic" konnte nicht ohne Publikum, und das Publikum konnte nicht ohne "Magic" - bis 1991 eine HIV-Infektion die Beziehung jäh beendete.

"Magic" Johnson ließ sich nie darauf reduzieren, "nur" einer der besten Basketballer zu sein, die dieser Planet je gesehen hat: In der vierteiligen Dokuserie "They Call Me Magic" spricht der mittlerweile 62-Jährige bei Apple TV+ über seine bescheidenen Anfänge, seinen Aufstieg zur Sportlegende und auch über die Rückschläge. Das ist zwar nicht immer ganz offen aber meistens unterhaltsam.

Magic Johnson (rechts) wuchs seinem stolzen Vater Earvin Johnson früh über den Kopf. (Bild: Apple TV+)
Magic Johnson (rechts) wuchs seinem stolzen Vater Earvin Johnson früh über den Kopf. (Bild: Apple TV+)

Der ewige Entertainer

Regisseur Rick Famuyiwa hat die Doku ziemlich geradlinig inszeniert. Er erzählt anekdotenreich, wie aus dem NBA-Star ein erfolgreicher Geschäftsmann wurde und welchen wichtigen Teil er zum Kampf gegen Aids beigetragen hat. Schade nur, dass er bei schwierigen Themen nicht nachhakt und Johnson einsilbig sein lässt.

Nun kann zwar auch Schweigen durchaus beredt sein, aber man hätte dann doch gerne etwas mehr erfahren über das, was hinter dem noch immer unwiderstehlichen breiten Grinsen wirklich vorgeht - etwa als sich Johnsons Sohn zu seiner Homosexualität bekennt. Auch als es um seine HIV-Infektion geht, lächelt Johnson mehr als dass er antwortet. Der Star bestimmt selbst, was er erzählen will.

Übel nehmen mag man es dem Basketball-Entertainer nicht. Er ist nun mal nicht perfekt und will es auch nicht sein. Was er viel lieber mag, ist es sein Publikum zu unterhalten, Und das gelingt Earvin "Magic" Johnson vortrefflich.

Magic Johnson und Earlitha "Cookie" Kelly heirateten 1991. (Bild: Apple TV+)
Magic Johnson und Earlitha "Cookie" Kelly heirateten 1991. (Bild: Apple TV+)
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