Bestätigt: Project 1 geht mit Porsche auf die Langstrecke

Zum Firmenjubiläum von Project 1 trägt der Porsche den Hashtag #Project25


Nach zahlreichen Spekulationen in den vergangenen Wochen herrscht nun endlich Gewissheit: Project 1 ist das dritte Kundenteam, das für die kommende Saison einen Porsche 911 RSR für den Einsatz auf der Langstrecken bekommen wird. Die Mannschaft aus Lohne - ehemals als tolimit bekannt - bestätigt eine noch engere Zusammenarbeit mit dem Sportwagenhersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen. "Es ist sicherlich ein Meilenstein in unserer Firmengeschichte", sagt Teaminhaber Hans-Bernd Kamps.

"Passend zum 25. Jubiläum 2018 bekommen wir eines der begehrtesten Autos im Motorsport und dürfen dieses Meisterwerk einsetzen. Vor allem aber ist es ein Vertrauensbeweis zwischen Porsche und uns", so Kamps, der seit vielen Jahren in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Post unter anderem zahlreiche Autos im Porsche-Supercup und im Carrera-Cup einsetzt.

"Wir werden voraussichtlich eines von drei Teams sein, welches sich mit dem Porsche GTE Auto beschäftigen darf", so Axel Funke, der das Projekt RSR seitens Project 1 leiten wird. Neben der Mannschaft aus Lohne, die ein einziges Fahrzeug bekommen wird, sind Proton und Gulf die weiteren Kunden des neuen 911ers für die Langstrecke. Die beiden WEC-Teams werden 2018/19 je zwei Autos in der GTE-Am-Klasse der Langstrecken-WM rennen lassen, Proton agiert mit zwei weiteren RSR in der ELMS.

"Natürlich wissen wir, dass es harte Arbeit und einen umfangreichen Lernprozess mit sich bringen wird, mit dem Auto zu arbeiten. Dennoch fühlen wir uns der Herausforderung gewachsen und sehen die großen Chancen, die mit dem Projekt verbunden sind", so Funke weiter. Project 1 lässt das Einsatzgebiet des neuen Autos noch offen. Ziel ist ein Start in der WEC und in Le Mans, die Alternativen heißen ELMS und IMSA, wobei ein Start in Nordamerika mit großem Aufwand verbunden wäre. Zudem träfe man dort auf die Werksteams.

"Ein gemeinsamer Zusammenbau in der Motorsportabteilung in Weissach ist geplant und fixiert. Hinzu kommt ein umfangreiches Testprogramm, um so viele Daten wie möglich zu sammeln und auswerten zu können. Dabei können wir schon jetzt auf ein hoch motiviertes und sehr gut ausgebildetes Team aus Ingenieuren, Mechanikern und Organisatoren zurückgreifen", sagt Richard Selwin, der als technischer Leiter für den Einsatz des Porsche-GTE-Fahrzeuges verantwortlich sein wird.

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