Besser als Barrick? Ein Blick auf Kinross lohnt

DER AKTIONÄR
Besser als Barrick? Ein Blick auf Kinross lohnt

Kinross konnte wieder einen Gewinn erwirtschaften und die Erwartungen der meisten Analysten sogar noch übertreffen. Der Konzern weist 54,9 Millionen Dollar oder 0,04 Dollar pro Aktie aus. Im Vorjahreszeitraum wurde hier ein Verlust von 9,8 Millionen Dollar in die Bücher geschrieben.

Im zweiten Quartal hat Kinross 694.000 Unzen Gold produziert. Die Gesamtkosten lagen bei 901 Dollar, acht Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Der bereinigte operative Cashflow stieg um 23 Prozent auf 230 Millionen Dollar. Der Konzern bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Demnach will Kinross 2,5 bis 2,7 Millionen Unzen Goldäquivalent zu Gesamtkosten von 925 bis 1.025 Dollar je Unze produzieren.

Das Expansionsprojekt der Tasiast Mine verläuft weiterhin nach Plan und liegt im Budgetrahmen. Der im März gestartete Bau zur Erweiterung der Mine, ist nun zu 55 Prozent abgeschlossen und die Mine soll planmäßig im zweiten Quartal 2018 in Vollproduktion gehen. Laut der letzten Studie, hat die Mine acht Millionen Unzen Gold als Reserve. Nach Abschluss der Erweiterung wird die Tasiast Mine die größte des Unternehmens sein. Die weiteren Projekte in Russland, Chile und Amerika verlaufen alle planmäßig.

Im Chart ist der 2016 gestartete Aufwärtstrend intakt und wurde dieses Jahr mehrmals getestet und bestätigt. Nach den aussichtsreichen Quartalszahlen und den vielversprechenden Projekten die in naher Zukunft fertiggestellt werden, bietet sich dem mutigen Anleger die Möglichkeit, einen Fuß in die Tür zu stellen. Des Weiteren hat Kinross in den nächsten vier Jahren keine Pflichtschulden zu tilgen. Überschüssiges Kapital kann somit in das operative Geschäft investiert werden. Sollten dennoch frühzeitig weiter Schulden getilgt werden, würden sich die Refinanzierungskosten verringern.

Auf der Oberseite wartet bei 4,6 Dollar ein starker Widerstand, an dem der Kurs dieses Jahr bereits zweimal abgeprallt ist. Wird dieser jedoch überwunden, ist der Weg frei um das Hoch aus dem letzten Jahr aus dem Markt zu nehmen. Auf der Unterseite gilt es die Marke von 3,9 Dollar zu halten. Sollte diese Marke fallen und der Aufwärtstrend gebrochen werden, sollten Long Positionen glatt gestellt werden.