Beschluss im Stadtrat - Jetzt ist’s durch: München bekommt Stadtsheriffs

Florian Zick

Nach einer erneut heftigen Debatte beschließt der Münchner Stadtrat die Gründung eines neuen Ordnungsdienstes. Vor allem die Frage der Bewaffnung bleibt aber umstritten.

Auf Münchens Straßen wird vom kommenden Jahr an ein kommunaler Sicherheitsdienst patrouillieren. Die städtischen Hilfssheriffs sollen die Polizei vor allem bei der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und Ruhestörungen entlasten.

Der Stadtrat bewilligte am Dienstag ein Budget von jährlich gut sieben Millionen Euro. Mit dem Geld sollen fast 100 Stellen geschaffen werden. Die neuen Ordnungshüter sollen sich um Wildbiesler, nächtliche Krakeeler, Pöbler und Rauflustige kümmern.

Als Einsatzgebiet ist vor allem der Bereich zwischen Hauptbahnhof und Sendlinger Tor vorgesehen. Dort soll das Sicherheitspersonal vor allem auf sensible Bereiche wie den Alten Botanischen Garten, die "Feierbanane" oder den Nußbaumpark ein Auge haben.

Keine Waffen für die Schandis

Der "Kommunale Außendienst", so die offizielle Bezeichnung der städtischen Hilfspolizei, soll nach Wunsch des Stadtrats partnerschaftlich, kommunikativ und bürgerfreundlich auftreten. In der Großen Koalition im Rathaus sorgte die genaue Ausstattung der Ordnungskräfte gestern aber noch einmal für mächtig Ärger.
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