Berührende WWF-Kampagne macht auf Tiersterben aufmerksam

Christian Bernhard
·Freier Autor
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In Zeiten von Corona rücken zahlreiche Themen, die vor der Pandemie die öffentlichen Diskussionen bestimmt haben, in den Hintergrund. Eines davon ist der Klimawandel.

David Newman leads the New York Philharmonic in "Pixar in Concert" at Avery Fisher Hall on Thursday night, May 1, 2014.This image:"Finding Nemo."(Photo by Hiroyuki Ito/Getty Images)
Der Clownfisch wurde dank "Findet Nemo" weltberühmt. (Bild: Hiroyuki Ito/Getty Images)

Um zu verdeutlichen, welche Folgen der Klimawandel für die Tierwelt auf unserem Planeten hat, hat die US-amerikanische Newhouse School of Public Communications aus Syracuse eine emotionale Kampagne für die Umweltstiftung WWF umgesetzt.

Auf mehreren Motiven wurden bekannte Filmplakate leicht, aber dennoch gravierend, modifiziert. Damit wird deutlich, was uns als Menschheit womöglich bald verloren geht.

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Zu sehen sind die Filmplakate der Zeichentrick-Klassiker “König der Löwen”, “Das Dschungelbuch” und “Findet Nemo”. Alle drei sehen auf dem ersten Blick nicht viel anders aus als die Originale, doch schnell stellt man fest, dass die “Hauptdarsteller”, sprich Simba, Balu und Nemo, fehlen.

Erschreckende Statistiken des WWF

Die Kampagne soll auf das Massensterben in der Tierwelt aufmerksam machen, das unaufhaltsam voranschreitet. Das verdeutlichen auch die umgewandelten Filmnamen. Aus Finding Nemo wird Finding Noone, sprich “Niemand zu finden”.

Und Mogli sitzt alleine im Dschungel, dazu heißt es: “Ein Junge muss in einem Urwald ohne Tiere überleben”. Das Plakat zum “König der Löwen” zeigt ebenfalls keine Tiere und wird zu “Das Königreich ohne Löwen”.

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Die Botschaft ist unmissverständlich: Wenn wir als Menschheit so weitermachen, gibt es bald keine Fische mehr im Ozean und Löwen sucht man dann in Afrika auch vergeblich.

Das belegen erschreckende Statistiken des WWF auf den Plakaten: Demnach ist die Löwen-Population Afrikas im letzten Jahrhundert um 90 Prozent zurückgegangen. Der Blick unter Wasser besorgt ebenfalls: Mehr als die Hälfte aller Meerestiere seien bis zum Jahr 2100 vom Aussterben bedroht. Im tropischen Regenwald sterben laut WWF bereits jetzt jeden Tag Dutzende Tierarten aus.

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