Berufungsgericht bestätigt Strafen für illegalen Fischfang vor Galapagosinseln

Ein Berufungsgericht in Ecuador hat die Strafen für ein illegales Fischfangschiff vor den Galapagosinseln bestätigt. Die Eigentümer des chinesischen Frachters "Fu Yuan Yu Leng 999" müssen rund sechs Millionen Dollar (rund fünf Millionen Euro) zahlen, wie das Gericht am Dienstag (Ortszeit) urteilte. Der Frachter war im August mit 300 Tonnen Fisch im Laderaum gestoppt worden - darunter mehr als 6600 Haie.

Unter den illegal gefangenen Haien waren vor allem vom Aussterben bedrohte Hammerhaie sowie Seidenhaie. Die ecuadorianische Marine hatte die "Fu Yuan Yu Leng 999" beschlagnahmt. Nach Zahlung der sechs Millionen Dollar "Entschädigung für Umweltschäden" könne das Schiff an seine Eigentümer zurückgehen, erklärte das Umweltministerium in Quito.

Das Berufungsgericht bestätigte in seiner Entscheidung die dreijährigen Haftstrafen für drei Erste Offiziere sowie jeweils einjährige Haftstrafen für 16 weitere Crewmitglieder. Den Freiheitsentzug für den Kapitän reduzierten die Richter dagegen von vier auf drei Jahre.

Bei der Beschlagnahmung des Schiffs hatten die Behörden von Ecuador mitgeteilt, dass der Frachter zu einer Flotte von 300 chinesischen Schiffen in den internationalen Gewässern vor den Galapagosinseln gehörte.

Der industrielle Fischfang ist innerhalb der zu dem Archipel gehörenden 138.000 Quadratkilometer Fläche verboten. Das zweitgrößte Marine-Reservat der Welt gilt als Refugium für Haie.