Vom Berufseinsteiger bis zum Manager: In diesen Branchen könnt ihr am meisten Geld verdienen — und hier ist das Gehalt gesunken

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Wer in seinem Beruf glücklich sein möchte, ist auch auf ein gutes Gehalt angewiesen. Der Gehaltsreport der Personalberatung Korn Ferry bietet einen guten Überblick darüber, welche Berufe in der Pandemie 2021 an Attraktivität gewonnen haben und welche Branchen in den vergangenen Monaten einstecken mussten. Der Report zeigt: Großer Gewinner ist die Pharmaindustrie. Zu den Verlierern gehören dagegen die Automobilbranche und Chemiekonzerne.

Analysiert wurden für den Report über 220.000 Datensätze aus 500 Unternehmen. Ausgewertet wurden im Auftrag der "Wirtschaftswoche" dabei Gehaltszettel aus Dax-, MDax- und SDax-Firmen sowie bedeutenden Mittelständlern. Das Durchschnittsgehalt im mittleren Management lag demnach 2021 bei 121.000 Euro und damit leicht unter dem Wert aus dem Vorjahr. Der Lohn setzt sich dabei aus einem fixen Anteil von 105.000 Euro und einem variablen Anteil von 16.000 Euro zusammen.

Große Sprünge haben in diesem Jahr Angestellte in der Pharma- und Konsumgüterbranche gemacht. Einbußen mussten Angestellte in der Automobilbranche und Mitarbeiter in Chemie-Firmen hinnehmen. Auch die Gehaltserhöhungen fielen aufgrund der Pandemie weiterhin geringer aus. Vor allem besonders kostspielige Mitarbeiter wurden dem Report zufolge öfter von Unternehmen aufgrund der unsicheren Lage entlassen.

Pharmabranche mit höchstem Gehaltszuwachs

Gestiegen sind dagegen die Gehälter für Spezialisten und Berufseinsteiger mit Hochschulabschluss. Experten wie etwa Data Scientists sind überall stark gefragt. Auch fachfremdes Personal aus der IT-Branche hat sehr gute Chancen. Die Informatiker werden in allen Branchen und Bereichen benötigt – dabei macht es für das Gehalt in der Regel keinen Unterschied, ob die ITler schon zuvor in dem Bereich gearbeitet haben.

Das Ansehen der Pharmaindustrie hat während der Pandemie stark gewonnen. Das spiegelt sich dem Report zufolge auch im Gehalt wider. Der Lohn stieg bei mittleren Managern und erfahrenen Experten um zehn Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr – auf 136.000 Euro. Einen größeren Zuwachs konnte keine andere Branche verbuchen.

Akademische Berufseinsteiger und Facharbeiter legten in der Pharmaindustrie um vier Prozentpunkte im Gehalt zu. Bei den Konsumgüterherstellern dürfen sich Mitarbeiter im mittleren Management ebenfalls über sieben Prozent mehr und Berufseinsteiger um vier Prozent mehr Gehalt freuen. Anders sieht es dagegen in der Automobilbranche aus. Während der Pandemie haben die Aufträge stark nachgelassen. Stellen wurden gekürzt: Die Gehälter stagnieren oder sanken sogar im Vergleich zum Vorjahr.

Erstmals wurde im Report auch der durchschnittliche Lohn zwischen Frauen und Männern verglichen. Frauen verdienen demnach in den untersuchten Bereichen im Schnitt 17,5 Prozent weniger als Männer. Unterschiede werden zwar zumindest in vergleichbaren Positionen geringer, doch die Gehaltslücke bleibt groß. Katharina Wrohlich vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung betont in der "Wirtschaftswoche": "In typischen Männerberufen wird Frauen oft nicht so viel zugetraut und auch nicht so viel zugestanden." Am höchsten ist der Gender-Pay-Gap demnach mit 5,1 Prozent im Ingenieurwesen – am geringsten mit nur einem Prozent dagegen in der IT.

kh

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