Bertelsmann-Studie: In Deutschland überwiegt die moderate Variante des Populismus

Damit bezog sich die Sprecherin auf die jüngsten Ereignisse in Sachsen-Anhalt.

Zwei Monate vor der Bundestagswahl gibt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung gewissermaßen Entwarnung. Ausgehend von „drei Befragungswellen“ des Meinungsforschungs-Instituts infratest dimap zwischen 2015 und 2017 im Auftrag der Stiftung kommt diese zu dem Ergebnis, dass das politische Klima in Deutschland „von einer Stunde der Populisten weit entfernt“ sei. „Berlin ist nicht Washington, Berlin ist nicht Paris“, sagte Studienleiter Robert Vehrkamp am Montag. Populisten in Deutschland seien überwiegend „enttäuschte Demokraten, aber keine Feinde der Demokratie“.

Populismus hat mitunter auch positive Seiten

Als radikal populistisch definiert die Studie Menschen, die sich gegen das Establishment und gegen jeden politischen Pluralismus wenden und stattdessen „von einem behaupteten allgemeinen Volkswillen“ ausgehen, der im Grunde nur noch zur Geltung gebracht werden müsse.

In seiner moderateren Variante setze sich Populismus hingegen kritisch mit den etablierten demokratischen Institutionen auseinander und wünsche sich mehr direkte Beteiligung der Bürger und eine bessere Berücksichtigung ihrer Interessen – habe also mitunter positive Seiten. Diese letzte Variante überwiege hierzulande. So seien immerhin 29,2 Prozent der Wahlberechtigten für Populismus prinzipiell empfänglich, verbänden dies aber überwiegend „nicht mit einer...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung