Bertelsmann-Stiftung: Berliner Kitas im Bundesvergleich mit zu wenig Erzieherinnen

Ein Sandkasten in einer Kindertagesstätte

Die Qualität der Berliner Kitas hat sich nicht verbessert. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach kommen in Krippen durchschnittlich ganztags 5,9 Kinder auf eine Erzieherin, genau so viele wie 2014. Dies sei ein deutlich schlechterer Personalschlüssel als der Bundesdurchschnitt (1 zu 4,3). Von der Stiftung empfohlen wird der Schlüssel 1 zu 3.

Auch in Berliner Kindergartengruppen ist der Betreuungsschlüssel in den vergangenen Jahren nahezu konstant. Er liegt bei 1 zu 8,9 (2014: 1 zu 8,8) und liegt leicht über dem Bundesdurchschnitt (1 zu 9,2). Empfohlen wird der Schlüssel 1 zu 7,5.

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Bundesweiter Spitzenreiter beim Personalschlüssel sowohl im Krippen- (1 zu 3,0) als auch im Kindergartenbereich (1 zu 7,2) ist Baden-Württemberg. Schlusslicht bei den jüngeren Kindern ist Sachsen (1 zu 6,5) und bei den Älteren Mecklenburg-Vorpommern (1 zu 13,7).

Laut Studie wären in Berlin 12.100 vollzeitbeschäftigte Fachkräfte und weitere 534 Millionen Euro jährlich nötig, um die Qualität der Betreuung zu sichern. In den vergangenen Jahren habe Berlin bereits einen außerordentlichen Personalzuwachs verzeichnet: Von 2006 bis 2016 sei die Anzahl der Kita-Fachkräfte um 11.200 Beschäftigte (70 Prozent) gestiegen. Dies sei nach Bayern (97 Prozent) und Baden-Württemberg (83 Prozent) der höchste prozentuale Zuwachs.

Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann-Stiftung, rät davon ab auf Elternbeiträge zu verzichten: "Erst wenn die Qualität stimmt und genügend Betreuungsp...

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