Bernd Althusmann: Jenseits von Afrika

Eigentlich war er weg vom Fenster, nun greift er nach der Macht in Niedersachsen.

So etwas muss man erst einmal hinbekommen: Politische Karriere im Eimer, fast drei Jahre weg vom Fenster, abgetaucht in Afrika. Und nun? Nun wird Bernd Althusmann, 50 Jahre alt, CDU, womöglich im Oktober Ministerpräsident von Niedersachsen. Gut möglich, dass er Stephan Weil beerben wird, den vom Glück verlassenen und von einer abtrünnigen Grünen-Abgeordneten abgesägten SPD-Regierungschef. Ob sich Althusmann manchmal in den Arm kneift, um zu prüfen, ob alles wirklich passiert, was er gerade erlebt?

Weiß man nicht. Die Geschichte von Althusmanns Fall und Wiederaufstieg ist nicht außergewöhnlich für Niedersachsens Landespolitik, in der es öfter schon knapp und spannend wie in einem Krimi zugegangen ist.

Herber Verlust im Jahr 2013

Mit 98,55 Prozent Zustimmung hatte die CDU den Afrika-Heimkehrer im November 2016 zum Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten gewählt. Davor war er für die Konrad-Adenauer-Stiftung in Namibia gewesen, ein Ausstieg, nötig geworden, nachdem die CDU unter Ministerpräsident David McAllister 2013 zusammen mit Partner FDP die Macht verloren hatte. Nur 300 Stimmen fehlten. Althusmann war plötzlich nicht...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung