Bernauer Straße: Flüchtlinge gut im Kiez integriert

218 Menschen wohnen im Modularbau an der Bernauer Straße. Der Zaun um das Gelände soll durch Grün-Bepflanzung verschönert werden.

Tegel.  Ghanim Khudida und Zarifa Shamo sitzen mit ihren sechs Kindern im Spielzimmer der Gemeinschaftsunterkunft an der Bernauer Straße. Die Kleinsten robben über den bunt-gestreiften Teppich und bauen mit Legosteinen. Die Älteren schauen sich mit ihren Eltern Fotos auf dem Handy an. Zu sehen: die Trümmer eines Hauses und Bilder von Verletzten. Kampfjets der türkischen Luftwaffe hatten kürzlich ihre Stadt Sindschar im Irak angegriffen. Momente, die die jesidische Familie immer wieder bedrücken. Doch vieles hat sich für die Familie im Vergleich zur Flüchtlingsunterkunft vorher verbessert. "Wir sind sehr zufrieden und glücklich hier in Ruhe leben zu können. Alles ist gut hier und die Leute sind sehr nett", sagt Khudida.

Die Hälfte der Bewohner sind Familien

Vor viereinhalb Monaten ist die Familie mit anderen Geflüchteten und Asylsuchenden in die neu errichtete Modulare Unterbringung für Flüchtlinge (MUF) eingezogen. Die meisten lebten zuvor in den vier Reinickendorfer Turnhallen. Der neungeschossige Modularbau wurde von der Gewobag im Auftrag des Senats nach zehnmonatiger Bauzeit fertiggestellt und dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) übergeben. Als Interimsbetreiber wird der Internationale Bund Berlin-Brandenburg (IB) die Einrichtung sechs bis neun Monate betreuen. Dann findet eine europaweite Ausschreibung durch die Senatsverwaltung statt. Khudidas Familie wurden zwei Drei-Bett-Zimmer im MUF zugeteilt. Am Umzugstag hatten alle nur 30 Minuten pro Haushalt Zeit für den Ein...

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