Berlusconi-Prozess in Italien - Frau will doch nicht aussagen

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MAILAND (dpa-AFX) - Im Korruptionsprozess gegen Italiens früheren Regierungschef Silvio Berlusconi hat eine Frau ihre Ankündigung, bei der nächsten Verhandlung aussagen zu wollen, vorerst zurückgezogen. Das berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos am Freitag. Berlusconi steht in Mailand im Zusammenhang mit seinen "Bunga Bunga Partys" mit jungen Frauen im Jahr 2010 vor Gericht. Auf die Affäre folgten zwei Gerichtsverfahren, die in Italien wegen einer in den Fall verwickelten Escort-Dame als Ruby und Ruby bis bekannt sind. Im laufenden dritten Verfahren, Ruby ter, wird dem Parteichef der konservativen Forza Italia Bestechung von Zeugen vorgeworfen, die für ihn Falschaussagen gemacht haben sollen.

In der zurückliegenden Verhandlung hatte das Gericht die Aussagen mehrerer Frauen aus den früheren Verfahren deshalb für unbrauchbar erklärt. Ein Gericht in Siena, wo sich Berlusconi wegen der gleichen Vorwürfe verantworten musste, sprach ihn im Oktober frei. Seine Partei regiert seit Februar im Kabinett von Ministerpräsident Mario Draghi mit. Ansa und Adnkronos berichteten, dass das Ex-Model ursprünglich betont hatte, am 17. November in Mailand "die Wahrheit" über die Abende in der Villa in Arcore erzählen zu wollen. Die für den 17. November geplante Verhandlung könnte sich laut Adnkronos nun verschieben.

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