Berlins gefährliche Orte: Kampf gegen Taschendiebe: Großeinsatz am Hermannplatz

So einfach geht Taschendiebstahl: Der Mann ist in sein Handy vertieft während der Mann in Schwarz ungestört an seinem Rucksack nestelt Maurizio Gambarini

Einen Heroin-Dealer gefasst, mehrere Anzeigen wegen Körperverletzung, Beleidigungen, mehrere Schwarzarbeiter erwischt und Verstöße gegen den Jugendschutz geahndet: Das ist die Bilanz eines Großeinsatzes der Polizei, des Ordnungsamtes und des Finanzamtes in Neukölln. 120 Polizisten und Mitarbeiter der anderen Behörden waren am Mittwoch zwischen 7 und 22 Uhr rund um den Hermannplatz im Einsatz, der immer wieder wegen Gewaltkriminalität, Drogenhandel und Diebstählen im Gespräch ist.

Noch in der Nacht zu Donnerstag zeigt sich erneut, warum: Einem Pärchen, das auf dem Platz sitzt, wurde gegen Mitternacht von fünf Unbekannten die Handtasche geraubt. Als sich die beiden wehrten, entriss einer der Räuber einem Unbeteiligten seine Krücke und prügelt damit auf das Paar ein. Erst als Passanten sich einmischten, ließen die Täter von ihren Opfern ab und flüchten. Eine dreiste Tat, die doch kein Einzelfall ist. Nach dem Alexanderplatz und dem Kottbusser Tor werden an keinem Berliner U-Bahnhof mehr Straftaten verübt als am Hermannplatz

Jedes Jahr kommt es hier zu rund 1300 Straftaten

Ortstermin, zwei Wochen zuvor: Es ist Donnerstag, Markttag. Dutzende Menschen spuckt der U-Bahn-Aufgang pro Minute aus. Hier kreuzen die beiden wichtigen Linien U7 und U8. Laut BVG steigen dort am Tag über 100.000 Menschen ein und aus. Der Wochenmarkt, mit Gemüse-, Kunst- und Klamottenständen belebt die triste Verkehrsinsel. Neben dem U-Bahn-Ausgang lehnt an der Wand ein junger Mann, ganz in Schwarz gekleidet. Plö...

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