Berliner Zoodirektor erwartet Ankunft von Pandapärchen mit Spannung

Am Smastag sollen zwei Pandas aus China in Berlin ankommen - der Zoo sieht den neuen Bewohnern mit Spannung entgegen. Die Tiere müssen sich dann erst mal eingewöhnen, die Besucher können sie später in einem neuen Gehege sehen

Einen Tag vor der erwarteten Ankunft von zwei Pandas aus China sieht der Berliner Zoo den neuen Bewohnern mit Spannung entgegen. "Vor allem sind wir natürlich in Anspannung derzeit, denn jetzt muss alles gut gehen", sagte Berlins Zoodirektor Andreas Knieriem am Freitag im Südwestrundfunk. Insgesamt sieht Knieriem Berlin aber "gut vorbereitet" auf die Tiere namens Meng Meng und Jiao Qing.

Knieriem ist nach eigener Auskunft kein Freund der im Deutschen etwas umständlichen Namen. "Ich habe mir meine eigenen Kosenamen schon gegeben", sagte er. Das Weibchen Meng Meng ist knapp vier Jahre alt, ihr Name lautet übersetzt Träumchen. Der fast sieben Jahre alte Jiao Qing heißt auf Deutsch Schätzchen.

Nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen Schönefeld verschwinden die Tiere mindestens eineinhalb Wochen hinter den Kulissen des neuen Pandageheges. "Die Tiere müssen sich natürlich erst mal an unser Klima, an unsere Einrichtung, an unsere Pfleger gewöhnen", sagte Knieriem.

Der Zoodirektor hofft, dass sich die Tiere gut verstehen und eines Tages Nachwuchs miteinander zeugen. "Grundsätzlich habe ich erst mal Tiere ausgesucht, die vom Alter her auch harmonieren können - das heißt, dass das Männchen deutlich älter ist als das Weibchen, damit es auch dominant ist", sagte Knierim über die Zuchtbemühungen.

Begegnet seien sich die Bären bisher noch nicht: "Pandas sind in der Regel Einzelgänger, bis auf ein paar wenige Tage im Jahr, wenn das Weibchen östrisch ist und man sozusagen die Bluse aufknöpft", sagte Knieriem. Sollten die Tiere dann zueinander finden, müssten "wir eben alle Daumen drücken, dass die Natur dann auch das übrige tut."