Ein Berliner will ein innovatives Produkt auf den deutschen Markt bringen — Aldi und Edeka sträuben sich

Matthias Lauerer
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Man nehme ein nagelneues Produkt. Dessen Verkauf? Zugelassen. Der Geschmack? Lecker. Und die Reaktion der Kunden auf vielen Food-Messen? Hin und weg. Vorhang auf für „Musa paraisica“, die Dessertbanane.

Bei uns ist die Frucht seit 1804 bekannt. Was wäre nun, daraus Marmelade herzustellen? Sehen wir uns die Sache mal genauer an.

Nils Asmus will eine Marmelade in deutschen Supermärkten verkaufen

Da wäre Nils Asmus, ein Berliner Tennistrainer. Er macht sich seit 2014 für die Marmelade stark — und will sie auf den deutschen Markt bringen. Produziert werden die Konfitüre bei der polnischen Firma Materna. Die ist eine Tochterfirma des französischen Lebensmittelriesen Androz. Die Firma verkauft den Brotaufstrich bereits im eigenen Vertriebsnetzwerk in Polen. Stückzahl: etwa 1.000 Gläser jährlich.

Eigentlich sehr günstige Voraussetzungen, um Erfolg zu haben. Mitnichten. Asmus sagt: „Es scheint die Angst deutscher Einkaufsleiter zu sein, mit einem Fehlkauf ihren Job zu riskieren. Ein zuständiger Mitarbeiter bei Real bekundete Interesse. Aber er wollte das Produkt nicht als Erster einführen. Seine Worte waren laut Asmus: „Sobald es in einem Laden steht, es Bewegung am Regal gibt — und erste Zahlen existieren, sei er sofort dabei.“

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