Bei Berliner Tegel-Volksentscheid zeichnet sich Mehrheit für Weiterbetrieb ab

Streit um Tegel geht nach Referendum weiter

Beim Berliner Volksentscheid über die Zukunft des Flughafens Tegel zeichnet sich nach der Auszählung von mehr als der Hälfte der Wahlbezirke eine Mehrheit für einen Weiterbetrieb des Airports ab. In 1306 ausgezählten Wahlbezirken stimmten 55,8 Prozent der Wähler für die Offenhaltung des Flughafens, wie die Landeswahlleitung am Sonntag mitteilte. 42,1 Prozent stimmten demnach dagegen. Der Auszählungsstand wurde mit 53,5 Prozent angegeben.

In Berlin waren rund zweieinhalb Millionen Wahlberechtigte parallel zur Bundestagswahl auch zur Abstimmung über die Zukunft des Flughafens Tegel aufgerufen. Ein von der FDP initiierter Volksentscheid fordert, den innerstädtischen Flughafen im Nordwesten Berlins nach Eröffnung des Hauptstadtairports BER weiterhin zu nutzen. Allerdings ist der Text nicht rechtsverbindlich - er fordert den rot-rot-grünen Senat des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) zum Handeln auf.

Die Tegel-Befürworter argumentieren vor allem mit den mangelnden Kapazitäten des BER, der voraussichtlich nicht vor 2019 in Betrieb geht. Dagegen verweist der Senat auf Pläne für einen Ausbau des BER und auf weniger Fluglärm bei einer Schließung Tegels.