Berliner Staatsschutz ermittelt nach mutmaßlicher Attacke auf syrische Jungen

In Berlin ermittelt der Staatsschutz nach einer mutmaßlichen fremdenfeindlichen Attacke auf zwei syrische Brüder im Alter von elf und zwölf Jahren. Die beiden Jungen erschienen am Samstagnachmittag mit ihrem Vater auf einer Polizeiwache und erstatteten Anzeige, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Nach Angaben des Vaters wurden die Kinder am Nachmittag im Ostberliner Stadtteil Neu-Hohenschönhausen von einem Mann angesprochen, der sich nach ihrer Herkunft erkundigte. Als die Geschwister dies ignorierten und weitergehen wollten, soll der Mann den älteren Jungen an der Schulter gepackt und am Weiterlaufen gehindert haben.

Er schaute der Schilderung zufolge den Jungen an, strich sich über die eigene Kehle und drohte ihnen mit dem Tod, wie die Polizei weiter mitteilte. Dann soll der Mann den Jungen mit beiden Armen umschlossen und versucht haben, ihn auf den Boden zu drücken.

Der Elfjährige trat und schlug daraufhin den Angaben zufolge auf den Angreifer ein, um seinen Bruder zu befreien. Daraufhin habe der Mann die Jungen getreten und an Hälsen und Rücken gekratzt, bevor er sich entfernt habe. "Der Zwölfjährige erlitt Hautabschürfungen an Kopf und Rumpf; sein Bruder am Kopf", teilte die Polizei mit.

Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm den Fall. Geführt werden Ermittlungen wegen Bedrohung und Körperverletzung mit politisch motiviertem Hintergrund.