Berliner Polizei: Ausbilder: "Türkischer Nationalismus" an Polizeiakademie

Die Polizeiakademie in Spandau ist in die Kritik geraten. Angeblich gibt es Probleme bei der Eignung der Polizeischüler

Die Kritik an der Polizeiakademie und der Polizeiausbildung nimmt keine Ende. Erneut erheben Ausbilder Vorwürfe und bestätigen die bereits geäußerte Kritik an der Qualität der Absolventen. Vor einiger Zeit sei fast eine ganze Klasse bei Übungen des Schießtrainings durchgefallen, sagte ein Beamter. "Wenn die schon praktisch nichts können, wie sieht es dann erst mit den rechtlichen Grundlagen aus?" Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Polizeitrainer würden sich in der theoretischen Ausbildung auch um die Fächer Politische Bildung und Geschichte sorgen. Diese seien so wichtig wie der richtige Umgang mit der Schusswaffe, sagte ein Lehrer dem Magazin. "Wenn das schiefgeht, haben wir in ein paar Jahren die Hölle auf der Straße." Ohne das Wissen über die NS-Vergangenheit und Islamisten, könnten die Absolventen in kritischen Polizeieinsätzen nicht bestehen.

Unter den Nachwuchskräften gebe es zudem antidemokratische Einstellungen und türkischen Nationalismus. "Keine Ahnung, wie lange es gut geht, wenn harte Erdogan-Fans auf kurdischen Demonstrationen im Einsatz sind", sagte ein praktischer Ausbilder. "Viele unserer Schüler versagen gerade in Stresssituationen." Kritisiert wird auch das Auftreten der angehenden Polizeibeamten. Viele erschienen ungepflegt zum Dienst, vergäßen ihre Uniformen und kämen unpünktlich zum Unterricht. "Disziplin und Ordnung leiden hier seit längerer Zeit", sagte ein langjähriger Ausbilder.

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