Berliner Nationalspieler: Herthas Darida findet in neuer Rolle zu alter Torgefahr

Herthas Vladimir Darida gelingt gegen Deutschland ein Traumtor aus der Distanz. Das dürfte besonders Klub-Coach Pal Dardai freuen.

Prag.  Vladimir Darida ist Freitagnacht eine Wortschöpfung gelungen, die Einlass in den Fußballkanon verdient: "Ein-Punkt-Tor". Der Mittelfeldspieler von Hertha BSC meinte jene Treffer, die auch zum Gewinn eines Zählers führen.

Weil ihm mit der tschechischen Nationalelf gegen Deutschland (1:2) aber kein solches "Ein-Punkt-Tor" gelungen war, sondern nur ein gewöhnliches – ein wunderbar strammer Hieb aus 25 Metern zwar, der aber von Mats Hummels' Siegtreffer noch gekontert wurde –, mochte sich Darida nicht freuen: "Es war ein schöner Schuss", sagte der 27-Jährige, "aber wir hätten einen Punkt verdient. Jetzt fehlt er uns für die WM." Tschechien liegt in Gruppe C nun als Dritter sieben Zähler hinter Nordirland bei drei ausstehenden Partien.

Harmloser als 2016/17 war Darida noch nie

Dennoch kann man auf die Idee kommen, dass der Freitagabend ein Gewinn für Darida einbrachte – und Hertha. Denn kürzlich hatte der Berliner Trainer Pal Dardai im "Kicker" gefordert, Darida müsse wieder torgefährlicher werden. Der habe nämlich einen "Bums", aber im Moment keine Zielgenauigkeit. Auf dem Weg hinaus in die Prager Nacht darauf angesprochen, lächelte Darida sanft: "Schön, dass es dann gleich klappt", sagte er der Morgenpost und erklärte auch warum: "Wenn ich als Sechser spiele, also etwas tiefer, habe ich den Platz für Weitschüsse."

In Tschechiens 5-4-1-Formation tat er das. Und auch bei Hertha ist für ihn in dieser Saison jene Rolle vor der Abwehr vorgesehen, nachdem er meist als Zehner auflief. Dort...

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