Berliner Museen: Moderne im einstigen Staatsatelier

Kunsthaus Dahlem

Am Ende des Käuzchensteigs, kurz bevor das Kopfsteinpflastersträßchen zum Waldweg wird, steht das einstige Atelierhaus von Hitlers Lieblingsbildhauer Arno Breker ( 1900–1991) . Monumental erhebt sich der lang gestreckte Kubus in der Bauweise des nationalsozialistischen Klassizismus. Hitler wies den Bau 1939 an. Drei riesige Räume, 9,30 Meter hoch, standen dem Künstler in dem Staatsatelier nebst Wohnraum zur Verfügung. Bis Juni nächsten Jahres zeigt Museumsdirektorin Dorothea Schöne in dem wiederhergestellten Hauptraum die Ausstellung "Neue/Alte Heimat. R/emigration nach 1945". Es sind Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, die von den Nazis verfemt und verfolgt wurden.

Nebenan, im ehemaligen Park des NS-Atelierhauses, steht seit 1967 das Brücke Museum. Noch getrennt durch einen Jägerzaun. Der aber immerhin eine Pforte besitzt, durch die Besucher hin und her wechseln können. "Eigentlich schreien diese beiden Gebäude nach mehr Gemeinsamkeit", sagt die 40-jährige Dorothea Schöne, die als Direktorin des Kunsthauses Dahlem. einem Museum vorsteht, das ohne eigene Sammlung und ohne Ausstellungsbudget in der Berliner Museumslandschaft um Besucher buhlt. Unterstützt wird sie von einer Assistentin mit einer halben Stelle, die Ausstellungen müssen über Drittmittel finanziert werden.

So erklärt sich der Ausstellungszeitraum von einem Jahr für die aktuelle Schau von etwa 50 bildhauerischen Arbeiten im Hauptraum. "Ohne die Unterstützung unseres Freundeskreises wäre die Museumsarbeit so gu...

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