Berliner Effekte-Firma: Hollywood im Kreuzberger Hinterhof

Florian Gellinger gründete Rise FX 2007 mit drei weteren Freunden. Die Firma liegt nahe dem Schlesischen Tor

Ein neuer Revolverheld stürmt am heutigen Donnerstag die Kinos. Idris Elba spielt in der apokalyptischen Stephen-King-Verfilmung "Der dunkle Turm" den düsteren Helden Roland Deschain. Wenn der seine Schusswaffen benutzt, explodiert förmlich eine Feuerwalze aus dem Pistolenrohr. Was kaum einer weiß: Die visuellen Effekte dieser Hollywood-Produktion stammen aus einem Kreuzberger Hinterhof. In einem sanierten Klinkerkomplex an der Schlesischen Straße, in unmittelbarer Nachbarschaft zu angesagten Clubs und Bars, befindet sich eine der wichtigsten Produktionsfirmen für digitale Spezialeffekte, die regelmäßig bei US-Blockbustern für spektakuläre Bilder sorgt. Rise Visual Effects, kurz: Rise FX, wurde 2007 von Florian Gellinger und drei Freunden gegründet. Damals saßen sie noch zusammengepfercht in einem Raum, heute umfasst das Büro 750 Quadratmeter, dazu kommen Dependancen in Stuttgart, Köln, München und Wien. Allein im letzten Halbjahr hat sich die Anzahl der festen Mitarbeiter auf rund Hundert vervierfacht.

Einer der weltweit führenden Anbieter bei Digitaleffekten

Im Großraumbüro im ersten Stock arbeiten Dutzende an ihren Bildschirmen, es herrscht konzentrierte Stille. Die meisten haben Kopfhörer auf, telefoniert wird selten. Hier entstehen die Effekte für große Studioproduktionen wie "Guardians of the Galaxy", "X-Men: Erste Entscheidung" oder "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes". Aktuell wird bis Januar an den Digitaleffekten zu der Marvel-Comicverfilmung "Black Panther" g...

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