Berliner Clubszene feiert von G20-Gipfel ausgeschlossene Polizisten

Berliner Polizeiuniform

Die Berliner Club- und Partyszene feiert die unrühmlich wegen Ausschweifungen von ihrem Einsatz beim G20-Gipfel in Hamburg wieder nach Hause geschickten Polizeihundertschaften. "Knapp zehn Tage vor dem Eintreffen der politischen Weltelite ist das Berliner Einsatzteam seiner Vorbildfunktion gerecht geworden und hat eine große Auftaktparty veranstaltet - traditionell kostümiert in Uniformen, mit musikalischen Einlagen und exzessiven Liveperfomances", erklärte die Clubcommission Berlin, das Netzwerk der Clubszene der Hauptstadt, am Mittwoch.

Die Clubcommission lieferte in ihrer launigen Mitteilung auch eine Erklärung, wie die pikanten Details von Sex und Urinieren in der Öffentlichkeit nach außen dringen konnten: "Die bekanntermaßen spießigen Kollegen aus Hamburg" hätten nicht auf der Gästeliste der als privat deklarierten Veranstaltung gestanden und seien an der Tür abgewiesen worden, was für Ärger gesorgt habe. Trotz eines strikten Fotografierverbots hätten sich die Hamburger daraufhin Aufnahmen besorgt und sie - "nachdem sie um ein Uhr morgens die Bürgersteige der Hansestadt hochgeklappt hatten" - der Boulevardpresse zugespielt.

In dem auch auf der Facebook-Seite der Clubcommission veröffentlichten Schreiben bedankt diese sich bei den 220 zurückgeschickten Polizisten, die mit Lebensfreude, viel Körpereinsatz und Hingabe den G20-Gipfel begleitet hätten: "Wir halten Euch für die Rückkehr ein paar Gästelistenplätze in einem Club Eurer Wahl bereit," erklärte der Pressesprecher Lutz Leichsenring. Zu den Ausschweifungen war es laut Polizei in einem Containerdorf gekommen, in dem die Berliner Einsatzkräfte untergebracht waren.