Berliner Champions: Spektakel auf acht Rollen

Beim Rollerderby wird Katharina Deltow in voller Sportausrüstung zu Mia Missile.

Berlin.  Wenn Katharina Deltow über ihren Sport spricht, dann macht sie das am liebsten mit einem Witz. "Woran erkennt man, dass jemand Rollerderby spielt", fragt sie, und gibt die Antwort gleich mit: "Indem SIE dir davon erzählt." Eine scheinbar banale Aussage, in der jedoch so viel mehr steckt. Sie sagt eigentlich alles aus, wie es um Rollerderby hierzulande bestellt ist und was die Sportart auszeichnet. Nämlich, dass dieser Vollkontaktsport auf Rollschuhen hauptsächlich von Frauen betrieben wird. Die Sportlerinnen berichten gern von ihrem liebsten Hobby. "Rollerderbyspielerinnen haben ein großes Sendungsbewusstsein. Wir erzählen jedem, wie toll dieser Sport ist", sagt Katharina Deltow. Sie stellt heraus, dass es beim Rollerderby nicht nur den einen Typ Frau gibt, dem man ansieht, dass er Rollerderby spielt. Jede Frau findet auf der Bahn ihren Platz. Doch trotz des großen Mitteilungsbedürfnisses der Spielerinnen und der spektakulären Szenen ist die Disziplin in Deutschland immer noch weitgehend unbekannt.

Beim Rollerderby treten zwei Fünfer-Teams auf einer ovalen Bahn gegeneinander an. Jede Mannschaft hat einen so genannten Jammer - gekennzeichnet durch einen Stern auf dem Helm; nur sie kann Punkte erzielen, indem sie gegnerische Spieler innerhalb von zwei Minuten so oft wie möglich überrundet. Die anderen Spielerinnen, die Blocker, wollen genau das verhindern und außerdem ihren eigenen Jammer bei seiner Aufgabe unterstützen. Dabei geht es häufig richtig zur Sache, direkter Körperko...

Lesen Sie hier weiter!