Berliner Champions: Bowling - Abräumen mit viel Gefühl

Die Bowlingkugel ist ihr Arbeitswerkzeug: Laura Beuthner und Tobias Beier in den Nationaltrikots des Deutschen Bowling Verbandes.

Berlin.  Neulich hat Laura Beuthner ein altes Freundebuch aus Grundschultagen gefunden. Als sie las, was sie schon damals als ihren sehnlichsten Wunsch angegeben hatte, musste sie schmunzeln. Beuthner war neun Jahre alt, als sie ihre Freundinnen wissen ließ: "Ich möchte einmal Bowling-Weltmeisterin werden." Das ist ihr zwar noch nicht gelungen – ihr bestes WM-Ergebnis war vor zwei Jahren ein sechster Platz. Dafür siegte die Köpenickerin im Sommer 2017 bei den World Games in Breslau, den Spielen der nicht-olympischen Sportarten. Es war ihr bislang größter internationaler Erfolg. In der kommenden Woche reist die 23-Jährige nun zum European Champions Cup nach Wien, einem Turnier, an dem nur die jeweiligen nationalen Meister teilnehmen dürfen. "Ich will natürlich wieder gewinnen, auch wenn das nicht leicht wird", sagt Beuthner.

Auch bei den Männern kommt der deutsche Vertreter aus der Hauptstadt. Für den 21-Jährigen Tobias Beier ist es erst sein zweiter Einsatz im Nationaltrikot, der erste bei den Erwachsenen, nachdem er 2016 schon bei der Junioren-WM dabei war. "Deshalb wäre ich mit einem Platz unter den besten Acht schon zufrieden", sagt er. Zum Bowling kam er, weil seine Eltern ihn zu ihren Bowlingabenden nicht mitnahmen, weil er noch zu klein war. "Genau das hat mich neugierig gemacht. Man will ja als Kind immer genau das machen, was man nicht darf", sagt Beier. Als er dann endlich alt genug war, um selbst zu spielen, zeigte sich schnell, welches Talent in ihm steckt. Sein Freizeitverh...

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