Berliner Bildungspoltik: Die Zeit für halbe Sachen ist vorbei

Damit bezog sich die Sprecherin auf die jüngsten Ereignisse in Sachsen-Anhalt.

Berlin muss seine Kräfte noch stärker bündeln, damit die Schulen der Hauptstadt sich gut entwickeln können. Das hat uns dieses Schuljahr, das am Mittwoch zu Ende geht, deutlich vor Augen geführt. Zum Teil liegt das an der schizophrenen Situation, dass der Senat für Personal und Lehrpläne verantwortlich ist, die Bezirke hingegen für die Gebäude und die Schulplanung. Leider passt das oft nicht zusammen.

Besonders deutlich wurde dies, als die mit Spannung erwarteten Pläne für die sogenannte Schulbauoffensive vorgestellt wurden. Klare neue Strukturen, um die dringend nötigen Neubauten zügig zu errichten und den skandalösen Sanierungsstau aufzulösen, konnten die Verantwortlichen trotz monatelanger Vorbereitung nicht präsentieren.

Stattdessen muss man fürchten, dass die neuen Gesellschaften mit unklarem Profil eher für die üblichen oder, schlimmstenfalls, zu weiteren Verzögerungen führen. Hamburg jedenfalls baut schneller.

Vor zwölf Jahren schaffte Berlin die Lehrerverbeamtung ab

Nicht einleuchtend ist ohnehin, wieso die stark steigenden Schülerzahlen erst so spät erkannt wurden. Schließlich sind die Kinder nicht plötzlich vom Himmel gefallen. Eine Steuer-ID vom Finanzamt erhält jedes Kind gleich nach der Geburt.

In der Berliner Bildungspolitik gilt zu oft ein Prinzip: Nur halbe Sachen machen. So sieht es an vielen Stellen aus. Die Berliner Universitäten bildeten über Jahre zu wenig Lehrer aus, jetzt müssen Quereinsteiger oft bar jeder pädagogischen Vorerfahrung die Lücken schließen.

Vor zwölf Jahren schaffte Berlin die Lehrerverbeamtung ab, aber noch immer gibt es kein modernes Dienstrecht für...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung