Berliner Biernmeile: Bier-Sommelier: "Warum denn kein Bier mit Kirschen?"

Schätzt kleine Brauereien: Biersommelier Hagen

Am Wochenende findet in Friedrichshain wieder das Bierfestival auf der Karl-Mary-Allee statt. Bis Sonntag präsentieren 344 Brauereien aus 87 Ländern 2400 verschiedene Sorten, 500.000 Besucher werden erwartet. Einer, der sich täglich mit dem Getränk beschäftigt ist Biersommelier Hagen Grosspietsch.

Wie steht es um das Bier in Berlin?

Hagen Grosspietsch: Um 1900 hatten wir in Berlin etwa 128 Brauereien, Ende der 90er nur noch zwei. Die Schultheiss-Kindl-Brauerei in Weißensee hat nach und nach viele Brauereien aufgekauft, zuletzt die Berliner Bürgerbräu in Friedrichshagen. Das hat neue Projekte provoziert, etwa die Lemke Brauerei am Hackeschen Markt. Und Anfang der 2000er haben sich sehr schnell kleine Hausbrauereien erfolgreich etabliert. Mit ihren vielen verschiedenen Bierstilen sind diese heute richtungsweisend für Berlin, selbst wenn es nur kleine Projekte von etwa zehn Hektolitern im Monat sind. Amerikaner, Kanadier, Spanier, Dänen: Die multikulturelle Bevölkerung der Stadt hat das Berliner Biertum bereichert. Heute steht Berlin für eine Biervielfalt, die es so derzeit in keiner anderen Stadt Deutschlands gibt.

Wie tickt der Berliner Biertrinker?

Der typische Berliner trinkt traditionell sein Pils mit schaumiger Krone. Bei den jüngeren Generationen und den Zugezogenen wollen viele wissen, wie auch andere Biere schmecken und hergestellt werden. Aber bei den Alteingesessenen fehlt noch etwas mehr Interesse. Warum denn kein Bier mit Kirschen? Wenn ich Früchte mit in das Bier misch...

Lesen Sie hier weiter!