Berlinale startet erstmals mit einem Animationsfilm

Erstmals wird ein Animationsfilm die Berlinale eröffnen. Zum Auftakt des Festivals am 15. Februar wird nach Angaben der Berliner Filmfestspiele die Weltpremiere von Wes Andersons "Isle of Dogs - Ataris Reise" gezeigt. Der Film läuft im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen Bären. Erzählt wird die Geschichte des zwölfjährigen Atari, dessen Vater, der korrupte Bürgermeister der Stadt, alle Hunde auf eine abgelegene Mülldeponie verbannt. Mithilfe eines Rudels Mischlinge sucht der Junge dort nach seinem Hund Spots.

Andersons vierter Beitrag für die Berlinale

Der US-Amerikaner Anderson Stammgast auf der Berlinale: Mit seinem Streifen "Grand Budapest Hotel", der den Großen Preis der Jury erhielt, wurde die Berlinale 2014 eröffnet. Und auch mit seinen Filmen "Die Royal Tenenbaums" (2002) und "Die Tiefseetaucher" (2005) ging er in den Wettbewerb.

Die Ankündigung fiel mitten in eine Diskussion um eine Neuausrichtung des Filmfestivals und die Nachfolgedebatte von Berlinale-Chef Dieter Kosslick, dessen Vertrag 2019 ausläuft. Rund 80 Filmemacher, darunter Fatih Akin, Maren Ade und Volker Schlöndorff hatten in einer Petition einen Neustart der Berlinale gefordert. Anfang der Woche gab es dazu in Berlin eine Podiumsdiskussion mit der für die Besetzung des Berlinale-Chefpostens zuständigen Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) - allerdings ohne den 69-jährigen Kosslick.

Die Berlinale zeigt vom 15. bis 25. Februar wieder rund 400 Filme aus aller Welt.