Tierhaltung: Zirkusse mit Wildtieren bekommen jetzt Reinickendorf-Verbot

Immer wieder werden Wildtiere in Zirkusshows präsentiert, wie hier in den USA (Archivbild)

Zirkusse sollen in Reinickendorf nicht mehr genehmigt werden, wenn sie Wildtiere wie Tiger, Löwen, Elefanten, Giraffen oder Delfine mit sich führen und ihre Zelte auf bezirkseigenen Grundstücken aufbauen wollen. Dies haben die Bezirksverordneten im Ausschuss für Bürgerdienste, Ordnungs- und Verwaltungsangelegenheiten (BOV) mehrheitlich beschlossen. Auf Initiative der Grünen war über das Thema Wildtiere im Zirkus beraten worden.

Das Bezirksamt wurde darüber hinaus ersucht sich dafür einzusetzen, auch "bei möglichen privaten Grundstücksvermietern für den Tierschutz zu werben", hieß es in dem Beschluss. "Zirkusmanegen sind einfach mit dem Tierschutzgedanken und einer artgerechten Tierhaltung nicht vereinbar", sagte Jens Augner von den Grünen. Er bedauerte, dass bisher kein bundesweites Verbot erreicht wurde.

In der aktuellen Debatte hätte sich jedoch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz dafür ausgesprochen, keine Flächen mehr an Zirkusse mit dieser Tierhaltung zu vermieten. Daran solle sich auch Reinickendorf ein Beispiel nehmen. Der von der CDU nominierte Bürgerdeputierte Michael Windisch stimmte zu und ging sogar noch einen Schritt weiter. "Ich würde auch den Zoo abschaffen, wenn es nach mir ginge", sagte er.

AfD fürchtet Aus für Zirkusse

Der Bezirksverordnete Klaus-Dieter Meckes von der AfD-Fraktion wollte diesen Kurs nicht mittragen. "Das würde das Todesurteil für diese Tiere bedeuten", argumentierte er. In der Folge enthielt sich die AfD-Fraktion be...

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