Berlin: Werbefassade fällt: Bauarbeiten starten am Leipziger Platz

Blick auf die Leipziger Straße

Seit 26 Jahren existieren Pläne für die Wiedererrichtung des historischen Achtecks am Leipziger Platz. Während auf der Südseite das vom damaligen Senat entwickelte städtebauliche Konzept auch zügig aufging und dort längst repräsentative Gebäude stehen, klafften auf der Nordseite noch jahrelang hinter Werbeplanen verborgene Baulücken. Doch nachdem 2014 an der Nordostecke des Platzes die "Mall of Berlin" eröffnete, wird nun auch die letzte Baulücke des Platzes geschlossen. Wie der Bauherr F100 Investment AG am Montag mitteilte, beginnen nun mit dem Abbau des Planen-Gerüsts die bauvorbereitenden Maßnahmen für das umstrittene Projekt Leipziger Platz 18.

An der Ecke Ebertstraße und Leipziger Platz entsteht ein Büro- und Geschäftshaus, für das das Bezirksamt Mitte im Juni die Baugenehmigung erteilt hat. Vorausgegangen war ein heftiger Streit, denn durch die politische Einflussnahme des damaligen Bausenators und heutigen Innensenators Andreas Geisel (SPD) war die F100 Investment AG von der Auflage befreit worden, 20 Prozent der insgesamt rund 10.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche für Wohnungen vorzusehen.

Im Bebauungsplan war ein 20-prozentiger Wohnanteil vorgeschrieben

Entstehen wird nun ein reines Büro- und Geschäftshaus – im Bebauungsplan für den Leipziger Platz war jedoch ein 20-prozentiger Wohnanteil vorgeschrieben. Geisel hatte dies im vergangenen Jahr mit der besonderen Lage des Baugrundstücks am Übergang vom Leipziger zum Potsdamer Platz begründet. Im Unterschied zu den ande...

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