Berlin: Weniger Kinder in Berlin von der Einschulung zurückgestellt

Seit diesem Schuljahr werden nur Kinder eingeschult, die bis zum 30. September sechs Jahre alt werden

Berlin. Die Zahl der Kinder, die von der Schulpflicht um ein Jahr zurückgestellt wurden, ist in diesem Schuljahr deutlich zurückgegangen. Zum Schuljahr 2017/18 gab es 3225 sogenannte Rückstellungen. Im Schuljahr zuvor waren es noch 8513 Kinder, die trotz Schulpflicht ein Jahr länger die Kita besuchten. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung auf Anfrage der Berliner Morgenpost mit.

Grund für den drastischen Rückgang ist die Veränderung des Einschulungsalters. Zum Schuljahr 2017/18 hat die Bildungsverwaltung die Früheinschulung abgeschafft und das Einschulungsalter um drei Monate nach hinten verschoben. In den vergangenen Jahren wurde das Zurückstellen bereits wesentlich erleichtert, sodass die Zahl im Jahr 2016/17 ein Rekordhoch erreicht hatte.

Seit diesem Schuljahr werden nur Kinder eingeschult, die bis zum 30. September sechs Jahre alt werden, vorher war der Stichtag erst der 31. Dezember. Dass die Quote der zurückgestellten Kinder mit der Verschiebung des Einschulungsalters zurückgeht, war zu erwarten. Experten gingen jedoch davon aus, dass viele Eltern ihre Kinder lieber noch später einschulen lassen würden. Die neuen Zahlen wurden deshalb mit Spannung erwartet.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagte dazu der Berliner Morgenpost: "Es war richtig, in den letzten Jahren mehr Flexibilität zu ermöglichen, Druck rauszunehmen und das Einschulungsalter zu verändern." Die Rückstellungsquoten seien damit auf das Niveau von 2000/2001 gesunken. Im Gegenzug würden nun auch mehr Elter...

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