Wilmersdorf/Schöneberg : Weltkriegsbombe in Schöneberg entschärft

10.000 Menschen müssen in dem Sperrkreis mit einem Radius von 500 Metern ihre Häuser verlassen

Um kurz nach 3 Uhr nachts war alles vorbei und das Deutsche Rote Kreuz übergab das Schöneberger Rathaus wieder ordnungsgemäß dem Pförtner. Mehrere Senioren wurden von den Beamten zurück in ihre Heime gebracht. Aufgestellte Feldbetten wurden abgebaut.

Die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg hatte die Stadt zuvor in Atem gehalten. Über Jahrzehnte lag die Bombe unentdeckt im Boden. Am Montag wurde der 250 Kilogramm schwere Sprengsatz am Innsbrucker Platz in Berlin bei Bauarbeiten entdeckt und löste am Vorabend des Einheits-Feiertags eine große Aktion von Polizei, Feuerwehr und Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg aus.

Am späten Nachmittag mussten bei trübem, regnerischem Wetter rund 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Um den Fundort der vermutlich deutschen Bombe mit russischem Zünder wurde ein Sperrkreis von 500 Metern gezogen. Mit vier vor dem Rathaus platzierten Einsatzfahrzeugen brachte die Polizei Anwohner nach Hause. Bettren wurden aufgestellt für die, die nirgendwo hin können.

Die Polizei fuhr mit Lautsprecherwagen umher und forderte die Menschen zum Verlassen der Wohnungen auf. Beamte gingen von Tür zu Tür. "Alles läuft ruhig und geordnet ab", sagte ein Polizeisprecher. Etwa 450 Beamte waren im Einsatz.

Auch ein Seniorenwohnheim musste vorübergehend geräumt werden. Es seien auch Menschen betroffen, die nicht gehen könnten, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Diese ging davon aus, dass der Einsatz mindestens bis Mitternacht dauern wird. Kurz nach 23 Uhr t...

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