Verliebt in Berlin: Warum Romantik im Berliner Großstadtalltag so wichtig ist

Öfter mal beimSonnenuntergang mit einem geliebten Menschen den Fernsehturm anhimmeln.

Manchmal überrascht einen im grauen Berliner Alltag rosarote Romantik. Ich stand an der Ampel an der Danziger Straße, gerade hatte ich eingekauft und wollte nun die zwei vollen Tüten nach Hause schleppen. Sind ja nur ein paar Hundert Meter, außerdem war das Wetter schön, weshalb ich beschlossen hatte, zu Fuß zu gehen – was sich wieder einmal als dummer Fehler herausgestellt hatte. So ist das nämlich immer, wenn man nur schnell Milch, Käse und ein Paket Nudeln holen will: Man kommt mit einem Riesenkürbis zurück (war gerade im Angebot), mit drei verschiedenen Sorten Tee (der Winter naht) und einem Monatsvorrat Schokokekse (dafür braucht es keine Rechtfertigung). Also wuchtet man wie ein schwer beladenes Muli seine frisch erstandenen Vorräte nach Hause. Am Ende schmerzen Schultern und Nacken vom schweren Tragen. Milch und Nudeln hat man natürlich vergessen.

An der roten Ampel jedenfalls, an der ich dankbar meine Tüten abstellte, wartete auf der anderen Straßenseite ein junges Paar. Beziehungsweise: Nutzte die Zeit zum ausgiebigen Knutschen. Er und sie, eng umschlungen, innig versunken. Auf der Danziger Straße dröhnte der Verkehr vorbei: Lkw, Motorräder, Autos, pöbelnde Radfahrer. Das alles war ihnen egal. Hach!

Die Welt ist einfach voller Liebe – man muss nur richtig hinsehen. Oft hat man ja das Gefühl, es dominieren Streit und Hass und Fake und Nazis und steigende Mieten. Da ist es manchmal ziemlich schwer, nicht zu vergessen, dass es auch sehr viele positive Dinge gibt – und ech...

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