Prenzlauer Berg: Nach dem Tram-Unfall untersucht Polizei die Fahrdaten

Die beiden Trams waren in Prenzlauer Berg zusammengestoßen

Nach dem Zusammenstoß von zwei Straßenbahnen in Prenzlauer Berg ist die Unfallursache weiterhin unklar. Die Ursachenermittlung liegt komplett bei der Polizei. Der Verkehrsermittlungsdienst hat nun Computerdaten von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) angefordert und wertet die Fahrtenbücher aus. Als wahrscheinlichste Ursache gilt eine Weichenfehlfunktion.

Die Züge wurden nach dem Unfall auf den Betriebshof Lichtenberg gezogen. Dort werden sie untersucht, wie die BVG mitteilten. Bei dem Zusammenstoß zwischen zwei Bahnen der Linie M10 waren am Donnerstagmittag 27 Menschen verletzt worden, zehn davon schwer.

Der Unfall gilt als folgenschwerster der vergangenen 25 Jahre. Kurz vor 12 Uhr waren am Donnerstag zwei Bahnen, die eigentlich aneinander vorbeifahren sollten, auf der Kreuzung Danziger Straße und Prenzlauer Allee zusammengestoßen. Die Ermittler interessiert nun, wie es dazu kommen konnte. Denn warum die "Flexity"-Bahn mit der Zugnummer 4018 plötzlich nach links in die Prenzlauer Allee abbog und dadurch mit der entgegenkommenden Bahn (Wagen 4025) zusammenstieß, ist noch offen.

Nach Auskunft der BVG gilt als wahrscheinlichstes Szenario eine Weichenfehlfunktion. Die könne entweder technischer Natur sein oder ein Gegenstand könnte verhindert haben, dass die Weichenzunge in der richtigen Position stand. Auch hier sind mehrere Szenarien denkbar: von Unfall bis mutwillige Blockierung.

An der Kreuzung Prenzlauer Allee und Danziger Straße sind zwei Straßenbahnen der Linie M10 kollidiert. Anikka Bauer Die Züge stießen im Frontbereich zusammen. Eigentlich hätten sie an dieser Stelle aneinander vorbeifahren sollen. Anikka Bauer Es wurden offenbar zahlreiche Menschen verletzt. Anikka Bauer An den beiden Trams entstand erheblicher Sachschaden. Paul Zinken / dpa Sie waren im Frontbereich zusammengestoßen. Paul Zinken / dpa

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