BerliN: Tangentialverbindung Ost: Verbände drängen auf Baubeginn

Start des Projekts ist frühestens im Jahr 2021. Die Grundstücksnutzer zeigen sich verärgert über ein Schreiben des Bürgermeisters.

BerliN.  Auf der Tangentialverbindung Ost (TVO), einer der wichtigsten Straßenverbindungen im Osten Berlins, klafft eine empfindliche Lücke. Zwischen der B1/B5 (Alt-Friedrichsfelde) im Norden und der Straße An der Wuhlheide im Süden ist die Trasse, die Marzahn und Köpenick verbinden soll, noch nicht gebaut. Das rund sechseinhalb Kilometer lange fehlende Teilstück der Schnellstraße muss umfahren werden, was insbesondere auf der Köpenicker Straße zu täglichen Staus führt.

Zwar bekennen sich Senat und Regierungskoalition zu dem Lückenschluss, gleichzeitig aber fordern sie den Betroffenen viel Geduld ab. Wie die Senatsverkehrsverwaltung jetzt einräumte, sei ein Baubeginn frühestens 2021 zu erwarten. Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) und der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis befürchten sogar, dass der Baubeginn erst 2023 erfolgen könnte, denn sie rechnen mit juristischen Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss. Die Verbände wollen das nicht hinnehmen. Bereits im Juli wandten sie sich daher in einem gemeinsamen Schreiben an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) und bekundeten ihre "große Sorge um die Fertigstellung des Lückenschlusses der TVO". Sie baten Müller, Einfluss auf den Fortgang der nötigen Planungs- und Bauprozesse zu nehmen.

Der Regierende Bürgermeister antwortete am 18. Oktober. In seiner Antwort erklärte er, "dass dieses Projekt zielstrebig und konsequent bearbeitet und vorangetrieben wird". Aktuell würden für die Varianten der Trassenführung al...

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