Berlin: Strafe für Unternehmen: Wer nicht ausbildet, soll zahlen

Sozialsenatorin Elke Breitenbac

Berlin.  Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) will Berliner Unternehmen in die Pflicht nehmen, mehr auszubilden. Sollte sich im Herbst zeigen, dass es einen Mangel an Ausbildungsplätzen gebe, werde sie noch einmal mit den Wirtschaftsvertretern reden, so Breitenbach. Wenn Unternehmen dann "ihre Verantwortung nicht wahrnehmen", werde der Senat prüfen, eine Ausbildungsabgabe einzuführen, sagte die Linke-Politikerin der Berliner Morgenpost im Interview. Eine solche Abgabe müssten Betriebe entrichten, die keine oder zu wenige Auszubildende beschäftigen.

Nach einer Anfang August veröffentlichten Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) kommen nirgendwo in Deutschland so viele Bewerber auf einen Ausbildungsplatz wie in Berlin. Laut dieser Statistik bewarben sich auf die gut 15.000 Lehrstellen in Berlin bis Ende Juli mehr als 18.300 Interessenten. Ähnlich sah es in Nordrhein-Westfalen aus, wohingegen etwa Bayern und Thüringen mehr Plätze als Bewerber auswiesen. Da sich nicht alle Interessenten von der Bundesagentur beraten lassen, könne die tatsächliche Zahl noch höher liegen, räumte die BA ein.

Sie habe viele Gespräche zu dem Thema geführt und den Unternehmen klar gesagt, was sie erwarte, erklärte die Arbeitssenatorin "Ich kann die Klagen über den Fachkräftemangel nicht mehr hören, wenn ich gleichzeitig sehe, dass die Potenziale in dieser Stadt nicht genutzt werden. Man muss mit den Menschen arbeiten, die da sind. Man kann sich keine anderen backen", sagte Breitenbach der Morgenpost.

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