Berlin: Staatsoper Unter den Linden wiedereröffnet

Bei der Sanierung des historischen Hauses wurde unter anderem die gesamte Bühnentechnik neu eingebaut und die Saaldecke um fünf Meter erhöht für eine optimale Akustik, zur Freude von Generalmusikdirektor Daniel Barenboim. Bei Orchestern sei es meistens so: “Was die Bläser mögen, mögen die Streicher nicht und umgekehrt. Und hier ist es generell: Alle sind dankbar und glücklich, dass es so gut klingt.”

Zur Eröffnungsgala inszenierte Intendant und Regisseur Jürgen Flimm “Szenen aus Goethes Faust” von Robert Schumann.

Geplant sind zur Wiedereröffnung in den kommenden Tagen unter anderem auch ein Konzert der Staatskapelle Berlin und ein Auftritt der Wiener Philharmoniker mit dem Dirigenten Zubin Mehta. Nach dem Eröffnungsreigen wird das Opernhaus für zwei Monate wieder schließen, um die neue Technik den Erfordernissen des regulären Opernbetriebs anzupassen.

Anfang Dezember will die Staatsoper dann ihren regulären Spielbetrieb aufnehmen, pünktlich zu ihrem 275. Geburtstag.

Die Sanierung hatte sich nach Pannen und Überraschungen in der Bausubstanz und im Boden verteuert und um vier Jahre verzögert. Statt wie geplant 239 Millionen Euro liegen die Kosten bei mehr als 400 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund 200 Millionen.