Berlin: Spitzelaffäre bei der CDU - Detektivarbeit im Südwesten

Thomas Heilmann, Kreisverbandschef der CDU Steglitz-Zehlendorf (l) beschuldigt Karl-Georg Wellmann, Bundestagsabgeordneter (r), einen Privatdetektiv gegen ihn angeheuert zu haben.

Nicht lange ist es ruhig geblieben im größten Berliner CDU-Kreisverband Steglitz-Zehlendorf. Erst im März hatte sich die Kandidatenkür für die Bundestagswahl am 24. September zu einer unappetitlichen Schlammschlacht entwickelt, in der sich der Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann und der Kreisverbandschef Thomas Heilmann gegenseitig der Intrige beschuldigten. Laut "Bild am Sonntag" hat die Affäre, bei der es um gefälschte Antwortbögen einer Mitgliederbefragung ging, nun eine Fortsetzung gefunden. Demnach soll Wellmann angeblich einen Privatdetektiv angeheuert haben, um belastendes Material gegen seinen damaligen Konkurrenten, Berlins Ex-Justizsenator Heilmann (53), zu finden.

Während die Staatsanwaltschaft noch immer ermittelt, wer für die manipulierten Antwortbögen verantwortlich war, sollen sich laut Bericht Wellmann und der PR-Berater Stephan Clausen getroffen haben, um über weitere Schritte gegen Heilmann nachzudenken. Dabei soll es um angeblich dubiose Geschäfte und mögliche Russland-Kontakte, aber auch um solche ins Rotlichtmilieu gegangen sein.

Wellmann seien keine verdeckten Operationen gegen Heilmann bekannt.

Er sei sehr verwundert über diese Vorwürfe, sagte Wellmann am Montag auf Nachfrage der Berliner Morgenpost. "Meiner Frau und mir sind weder ,umfangreiche Ausforschungen' oder eine ,verdeckte Operation' gegen Heilmann bekannt, noch wurde so etwas von uns beauftragt", erklärte Wellmann weiter. Für ihn sei die Sache mit der Nominierung Heilmanns im Frühjahr abges...

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