Berlin: Skrzybski schießt Union an die Tabellenspitze

Steven Skrzybski erzielt das Siegtor

Berlin.  Unglaublich. Irre. Wahnsinn! Kein Superlativ ist zu schade für das, was sich am Freitagabend in der Alten Försterei abgespielt hat. 1. FC Union gegen Holstein Kiel, Bundesliga-Anwärter gegen euphorisierten Aufsteiger – kaum zu glauben, dass dieses Aufeinandertreffen eines werden sollte, welches in keinem Saisonrückblick fehlen darf. Dass die Berliner auch noch mit 4:3 (3:3) gewannen, setzte allem noch die Krone auf. Unions zweiter Sieg im zweiten Saisonspiel war Werbung pur für die Zweite Liga. "Was wir in der ersten Hälfte gemacht haben, weiß ich bis jetzt noch nicht", suchte Jens Keller nach einer Erklärung für die drei Gegentore: "Die Defensive hat nicht stattgefunden. Und immer vier Tore zu schießen, ist nicht so einfach."

Tag der Tore vor 21.242 Zuschauern

Entsprechend energisch stemmte sich Unions Trainer trotz der Tabellenführung gegen jedwedes Aufstiegsgerede: "Wir sind gut aus den Startlöchern gekommen, nicht mehr und nicht weniger. Wir haben noch 32 Spiele." Die sechs Punkte vom Start weg seien "für das Selbstbewusstsein sicher enorm wichtig. Aber in der vergangenen ­Saison sind wir schlecht gestartet und waren trotzdem oben mit dabei."

Den 21.242 Zuschauern, darunter gut 1500 Fans aus Kiel, wurde 90 Minuten lang vor Augen geführt, was passiert, wenn zwei Mannschaften Spaß an der Offensive haben. Oder einfach nur keine Lust zu verteidigen. Gerade in der ersten Halbzeit musste man schon genau hinschauen: Ja, es waren elf Union-Profis auf dem Platz und nicht nur sechs. D...

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