Landestarif: Löhne der Charité werden nicht angeglichen

Bettenhaus der Charité in Mitte

Die Löhne bei der Charité-Dienstleistungstochter CFM werden auch in Zukunft nicht auf das Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVÖD) angehoben. "Das können wir uns nicht leisten", erklärte Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) in einem Gespräch mit der Berliner Morgenpost. Bisher war in der rot-rot-grünen Landesregierung immer von einer schrittweisen Angleichung an den TVÖD die Rede. Rund 2200 Mitarbeiter sind betroffen.

Ein Tochterunternehmen eines landeseigenen Betriebes zahle nicht automatisch dieselben Tarifgehälter wie das Mutterunternehmen, sagte Kollatz-Ahnen. "In der Breite wird das auch auf Dauer nicht möglich sein. Es wäre nicht bezahlbar, wenn wir nach Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlen", so der Senator.

Das Land Berlin will die privaten Anteile der CFM Facility Management GmbH zurückkaufen und sie damit komplett in öffentliches Eigentum überführen. So steht es im Koalitionsvertrag, so hat es auch der Aufsichtsrat des landeseigenen Universitätsklinikums beschlossen. Ziel ist dabei vor allem, die Arbeit der Beschäftigten besser zu vergüten. Eine Angleichung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes würde die Charité allerdings nach ihren Berechnungen 29 Millionen Euro pro Jahr kosten. Dieses Geld kann sie aus eigener Kraft nicht aufbringen.

Sie erwirtschaftete in den vergangenen sechs Jahren jeweils Überschüsse im einstelligen Millionenbereich. 2016 betrug das Plus 3,8 Millionen Euro. Vorstandschef Karl Max Einhäupl hatte daher ...

Lesen Sie hier weiter!