Zuhälter-Ring: Security soll Flüchtlinge in die Prostitution vermitteln

Früher Rathaus, heute Flüchtlingsunterkunft: Das ehemalige Rathaus Wilmersdorf

In Berlin soll ein Zuhälter-Netzwerk in Flüchtlingsheimen existieren, das vor allem junge Flüchtlinge zur Prostitution überredet. Erste Kontakte zu den Flüchtlingen würden die Security-Mitarbeiter herstellen, das berichtete das ZDF-Magazin "Frontal 21" am Dienstag. Die Senatsverwaltung für Soziales teilte gegenüber der Morgenpost mit, es handele sich bei dem Fall um die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Rathaus Wilmersdorf.

In dem Bericht, den der Sender vorab verbreitete, schildern Sozialarbeiter, Insider bei Sicherheitsfirmen und Flüchtlinge unter anderem, dass sich bereits Minderjährige prostituierten. Ein Sicherheitsbeauftragter, verantwortlich für mehrere Unterkünfte, berichtete, dass es ein Zuhälter-Netzwerk in Berliner Flüchtlingsheimen gebe. Sex mit männlichen und besonders jungen Flüchtlingen sei besonders gefragt, sagte er gegenüber dem ZDF-Magazin.

Ein afghanischer Flüchtling bestätigte dem Magazin, dass ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes ihn angesprochen habe. Er habe ihm angeboten, durch Sex mit Frauen schnelles Geld zu verdienen. Er bekäme dafür 30 bis 40 Euro und brauche das Geld, um zu überleben. Ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes gab gegenüber dem ZDF zu, in Zuhälterei involviert zu sein. Eine Sozialarbeiterin habe die Geschäfte nach eigenen Angaben beobachtet.

Die Senatsverwaltung für Soziales teilte gegenüber der Morgenpost mit, dass es auch nach einem Gespräch mit den Trägern der Einrichtung, Ehrenamtlichen, dem Sicherheitsdienst und weiteren Be...

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