Berlin: Das sagt eine Familie aus Südkorea über ihre Zeit in Berlin

Die sükoreanische Familie Yun bereist 23 Länder und 44 Städte. Ein Besuch an der Berliner Mauer darf da nicht fehlen.

Berlin. Auf dem Bürgersteig neben der Berliner Mauer steht Yun Yong Sun. Mit einer Fernbedienung in der Hand manövriert er seinen Wohnwagen in eine freie Parkbucht an der East Side Gallery, das Auto steht einige Meter weiter. Passanten bleiben stehen, blicken verdutzt auf den ferngesteuerten Anhänger, einige schießen Fotos. "Das ist unser Hotel", sagt Yuns Frau, Han Na. Bei ihnen in Südkorea steht der Nachname zuerst.

Für zehn Monate ist die fünfköpfige Familie aus Südkorea unterwegs, bereist 23 Länder und 44 Städte. Am 28. Mai dieses Jahres haben sich Han und Yun mit ihren Kindern Minha (5), ­Soeun (9) und Minjun (11) von ihrer Heimatstadt Geochang aus auf den Weg nach Europa gemacht – mit einem Wohnwagen. Darin gibt es zwei Betten, eines für die Eltern und eines für die Kinder. Mit der Fähre setzte die Familie über zum russischen Wladiwostok, von dort aus fuhr sie knapp 10.000 Kilometer über Moskau bis nach Sankt Petersburg. "Manchmal bin ich 14 Stunden am Tag gefahren", erzählt Yun.

Yun: Das europäische Leben ist besser als das koreanische

Auto und Wohnwagen hatten sie für diesen Trip neu gekauft, die Kinder für ein Jahr aus der Schule genommen. "Manchmal sind sie etwas gelangweilt und vermissen ihre Freunde und die Schule", erzählt Han und fügt an: "Sie lernen auf dieser Reise mehr als in der Schule." In Russland seien die Landschaften schön, aber die Straßen schlecht gewesen. Ein paar Verkleidungen des Anhängers hätten die langen Fahrten durch Sibirien nicht heil überstanden. Umso ...

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